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MUTHEA Nachrichten

Kultur ins Grundgesetz

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von Dr. Michael Jungrichter
erschienen am 12. Februar 2021

kulturinsgrundgesetz2Als Vorsitzender der Schweriner Theaterfreunde möchte ich die MUTHEA- Mitgliedsgesellschaften auf eine seit Dezember laufende Petition zum Thema „Kultur ins Grundgesetz“ aufmerksam machen und bitten, sich an dieser Aktion zu beteiligen sowie die Petition möglichst zu unterschreiben. Bitte informieren Sie auch Ihre Mitglieder über diese Möglichkeit der aktiven Unterstützung der Kulturträger- und aktivisten in der ganzen Bundesrepublik.

Die Autoren dieser Petition weisen meiner Meinung nach zu Recht und begründet darauf hin, dass Kultur als Grundrecht in das Grundgesetz gehört. Genauso sollte Kultur von einer freiwilligen zu einer Pflichtaufgabe in den Bundesländern und deren kommunalen Vertretungen werden.

Gerade in der Corona-Pandemiezeit wird deutlich, dass durch die Beschränkungen die Kulturangebote überall schmerzlich vermisst werden. Es ist zu befürchten, dass künftig wegen des Ausgleichs der vielen notwendigen finanziellen Unterstützungsmaßnahmen durch die öffentliche Hand bei der Förderung der Kultur und deren „Machern“ in den öffentlichen Haushalten gespart werden wird.
Dazu darf es nicht kommen, denn Kultur ist für die Bürger auch ein „Lebensmittel“.

Deshalb bitte ich die MUTHEA-Mitgliedsvereine, sich mit dem Anliegen und dem Inhalt der Petition zu befassen. Möglich wird das im Internet auf der Seite

www.kulturinsgrundgesetz.de

Diese Petition reiht sich in den Grundsätzen ein in andere Aktivitäten von Kulturaktivisten wie zum Beispiel die der Petition von MUTHEA und die Aufrufe von DAKU.


Aktuelles von MUTHEA

  • Ausgabe 90 | Dezember 2025
    Editoral MUTHEAaktuell

    Ausgabe 90 | Dezember 2025

    Was kommt, was bleibt …  In Zeiten knapper städtischer Haushalte stehen Theaterfördervereine vor der Herausforderung, mit begrenzten Mitteln größtmögliche Wirkung zu erzielen. Da sind strategische Weitsicht, Transparenz und eine klare Haltung zur kulturellen Zukunft einer Stadt wichtig. Nachhaltigkeit bedeutet für Fördervereine nicht nur ökologische Verantwortung, sondern auch soziale und kulturelle Beständigkeit – und genau darin liegt ihre Chance, sich zu positionieren und Anstöße zu geben. Ein nachhaltiger Förderverein setzt auf Projekte, die langfristig wirken: Investitionen in eine energieeffiziente Technik, wiederverwendbare Materialien oder digitale Infrastruktur entlasten nicht nur das Theaterbudget – sie zeigen öffentlich, dass Kulturhäuser moderne, verantwortungsbewusste Einrichtungen sind. Die Wirkung der Fördervereine geht also über das Finanzielle hinaus: Sie übernehmen auch inhaltlich Verantwortung.  Gleichzeitig wirken ihre Projekte unmittelbar auf Menschen. Theaterpädagogische Programme für Kinder und Jugendliche, mobile Theaterkoffer für Schulen oder Patenschaftsprogramme für sozial benachteiligte Familien sorgen dafür, dass kulturelle Teilhabe keine Frage des Geldbeutels ist. Barrierefreie Angebote, Jugendclubs oder offene Gesprächsformate im Foyer richten sich an ein Publikum von morgen.  Wer nun auch noch zeigt, wie die Mittel genau eingesetzt werden und welche langfristigen Effekte sie entfalten, schafft Vertrauen und spricht Unterstützer an. So stellt sich ein Verein öffentlichkeitswirksam auf. Mit ihrem Engagement beweisen Theaterfördervereine, dass Kultur kein Luxus, sondern eine nachhaltige Investition in die Gemeinschaft ist. Jede Initiative, die Energie spart, junge Menschen erreicht oder innovative Formate ermöglicht, wirkt weit über die Bühne hinaus. Sie macht Städte lebenswerter, sichert die kulturelle Zukunft für kommende Generationen und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In diesem Sinne wünscht Ihnen das Team von MUTHEA alles Gute zum Fest und viel Erfolg für Ihren Verein im kommenden Jahr!  Ihre Katrin LorbeerVorsitzende