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MUTHEA Nachrichten

Symposium zu Förder- und Freundeskreisen in der Kultur am 1. Februar in Berlin

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von CL
erschienen am 18. Februar 2013

logo ag-freundeskreise 03"Wie man sich Freunde schafft ..." 150 Teilnehmer waren gemeldet und kamen am 1. Februar zum Symposium der AG Freundeskreise (im Rahmen der "Stiftung Zukunft Berlin") in die Landesvertretung Schleswig-Holstein und anschliessendem Empfang im Felleshus der Nordischen Botschaften. Kooperationspartner waren MUTHEA sowie der Bundesverband der Fördervereine Deutscher Museen für bildende Kunst e.V., der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. und die Kulturstiftung der Länder.

"Wie kann Mitverantwortung in der Kultur gestärkt werden", so lautete das Diskussionsthema am Vormittag. Hans-Julius Ahlmann zeichnete die Sicht des Mäzens, die Begeisterung für Kultur, für Künstler und junge Menschen. Die Ministerin Sporendoonk warb für Teilhabe und Mitgestaltung. Peter Spuhler, GI des Badischen Staatstheaters Karlsruhe wünschte sich von den Förderkreisen: Sammeln Sie Menschen, lernen Sie Ihr Publikum kennen, begeistern Sie junge Menschen, Migranten. Doch befand er auch, dass Theater sich verändern, öffnen müssen. Bernhard Krumrey folgerte, wenn Theater gut sind, dann haben es die FöV einfach und umgekehrt, er wünschte sich mehr Politiker, Gemeinderäte im Theater und eine funktionierende Kommunikation der Theater mit der Bevölkerung.

Die Gesprächskreise am Nachmittag (jeweils dreimal) fanden lebhaften Zuspruch. Es gab einen kurzen Überblick zum Thema, aber in Wirklichkeit waren die Teilnehmer gefragt, wie sie es vor Ort handhaben und so entwickelten sich schnell interessante Diskussionen. Fast überlaufen war das Forum: Strategien zur Mitgliedergewinnung und -bindung mit Frau Alsweiler-Lösch vom FK der Deutschen Oper Berlin. Nachwuchsförderung, Social Media, Bürger bewegen waren ebenfalls begehrte Themen. Angeboten wurden auch Crowdfunding, Steuern und Recht, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Projektideen/Organisation/Evaluation.

Man hat uns eine Zusammenfassung zu den Themen versprochen, die wir hier demnächst veröffentlichen werden. Der Tag bot eine große Chance, Kontakte zu knüpfen, sich untereinander auszutauschen und Erfahrungen weiterzugeben.

Die "Stiftung Zukunft Berlin" strebt eine engere Zusammenarbeit mit den Bundesverbänden der Theater- und Museums-Fördervereine an.

http://www.freundeskreise-kultur.de/index.php?id=647


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    Was kommt, was bleibt …  In Zeiten knapper städtischer Haushalte stehen Theaterfördervereine vor der Herausforderung, mit begrenzten Mitteln größtmögliche Wirkung zu erzielen. Da sind strategische Weitsicht, Transparenz und eine klare Haltung zur kulturellen Zukunft einer Stadt wichtig. Nachhaltigkeit bedeutet für Fördervereine nicht nur ökologische Verantwortung, sondern auch soziale und kulturelle Beständigkeit – und genau darin liegt ihre Chance, sich zu positionieren und Anstöße zu geben. Ein nachhaltiger Förderverein setzt auf Projekte, die langfristig wirken: Investitionen in eine energieeffiziente Technik, wiederverwendbare Materialien oder digitale Infrastruktur entlasten nicht nur das Theaterbudget – sie zeigen öffentlich, dass Kulturhäuser moderne, verantwortungsbewusste Einrichtungen sind. Die Wirkung der Fördervereine geht also über das Finanzielle hinaus: Sie übernehmen auch inhaltlich Verantwortung.  Gleichzeitig wirken ihre Projekte unmittelbar auf Menschen. Theaterpädagogische Programme für Kinder und Jugendliche, mobile Theaterkoffer für Schulen oder Patenschaftsprogramme für sozial benachteiligte Familien sorgen dafür, dass kulturelle Teilhabe keine Frage des Geldbeutels ist. Barrierefreie Angebote, Jugendclubs oder offene Gesprächsformate im Foyer richten sich an ein Publikum von morgen.  Wer nun auch noch zeigt, wie die Mittel genau eingesetzt werden und welche langfristigen Effekte sie entfalten, schafft Vertrauen und spricht Unterstützer an. So stellt sich ein Verein öffentlichkeitswirksam auf. Mit ihrem Engagement beweisen Theaterfördervereine, dass Kultur kein Luxus, sondern eine nachhaltige Investition in die Gemeinschaft ist. Jede Initiative, die Energie spart, junge Menschen erreicht oder innovative Formate ermöglicht, wirkt weit über die Bühne hinaus. Sie macht Städte lebenswerter, sichert die kulturelle Zukunft für kommende Generationen und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In diesem Sinne wünscht Ihnen das Team von MUTHEA alles Gute zum Fest und viel Erfolg für Ihren Verein im kommenden Jahr!  Ihre Katrin LorbeerVorsitzende