Diskussion um die Finanzierung in Gera

Gera-TheaterÄußerst erfolgreich verliefen die Festveranstaltungen anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. Ausverkauft waren der Lieder- und Arienabend von Kammersänger Teruhiko Komori und seinen Schülern aus Japan sowie der Abend mit dem ehemaligen Generalintendant Michael Grosse mit Heinrich Heines „Das Testament“.

 

Leider folgte der Euphorie wieder der Theateralltag. Der Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff legte seine Vorschläge für die Theaterstruktur / Finanzierung der Theaterlandschaft 2017-2025 vor.

 

Positiv kann dabei bewertet werden, dass erstmals eine langfristige Planung vorgelegt wird, der Flächentarifvertrag für alle Theatermitarbeiter (er beträgt in unserem Theater z. Zt. minus 12%) angestrebt wird, die geplante Sanierung der Bühnenmaschinerie im Landestheater Altenburg 2016-2019 mit 5,3 Millionen Euro des Landes (ges. 7,1 Mio €), der Vorschlag Einbeziehung aller Landkreise im Einzugsgebiet der Theater in die Finanzierung und speziell für Theater & Philharmonie Thüringen das Fortbestehen aller fünf Sparten.

 

Für die Region Ostthüringen sind aus Sicht der Staatskanzlei zwei Modelle denkbar:

 

  • Modell 1: die Fortsetzung des Status quo

Dies würde bedeuten, dass die finanziellen Aufwendungen der Gesellschafter steigen. Bei der Haushaltslage der Stadt Gera und des Landkreises Altenburger
Land kaum möglich. Es würde bedeuten, dass ab 2017 Stellen abgebaut bzw. sogar Sparten geschlossen werden müssten.

  • Modell 2: die vertiefte Kooperation zwischen dem Orchester der TPT GmbH mit der Jenaer Philharmonie

Das Philharmonische Orchester Altenburg/Gera müsste auf 60 bis 66 Stellen verkleinert werden. Dies würde durch Nichtbesetzung altersbedingt auslaufender Stellen bis ca. 2025 erfolgen.
Dies würde bedeuten, dass das Philharmonische Orchester von Theater & Philharmonie Thüringen wieder bluten müsste.
Seit der Fusion von Landestheater Altenburg und Bühnen der Stadt Gera wurde das Orchester stetig verkleinert: 1995 waren es noch 149, 2001 noch 98 und 2013/2015 nur noch
73 Musiker. Bei allen Verhandlungen muss aber mindesten der B-Status des Orchesters gewährleistet sein. Der Abbau von Stellen würde aber auch bedeuten, dass kein junger Musiker eingestellt werden könnte, das Orchester überaltert wäre und die Zusammensetzung nicht mehr den künstlerischen Anforderungen genügte.
Die Zusammenarbeit erscheine den Jenaer Musikern „wirtschaftlich ebenso kontraproduktiv wie unter künstlerischen und organisatorischen Gesichtspunkten inakzeptabel“ (OTZ 17.11.2015).

Im Podiumsgespräch mit Minister Prof. Dr. Hoff wird die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. ihren Schwerpunkt auf den Erhalt aller 5 Sparten legen und sich um eine gerechte Lösung für Theater & Philharmonie Thüringen einsetzen.

Meldungen aus unseren Mitgliedsgesellschaften:

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