Theaterpreis in Bonn

Thespis für Wunderlich - Publikumspreis für beste Inszenierung geht an "Hiob"
 
bonn-publikumspreisDen mit 1.000 Euro dotierten Theater-Preis, der zusätzlich mit einer wertvollen Skulptur der Bonner Künstlerin Sidika Kores überreicht wird, erhielt in diesem Jahr Sören Wunderlich. Den Preis für die Produktion "Hiob" überreichte Kurt P. Tudyka ebenfalls im Rahmen der Feierstunde.
Bad Godesberg (as). Im Rahmen einer festlichen Matinee der Gesellschaft Freunde der Kammerspiele in den Bad Godesberger Kammerspielen wurde jetzt Sören Wunderlich der Bonner Theaterpreis "Thespis" 2015 überreicht. Die Mitglieder der Gesellschaft Freunde der Kammerspiele hatten zuvor die Wahl des neuen Preisträgers vorgenommen. Seit 2008 wird jährlich der Theaterpreis für eine herausragende Inszenierung und für besondere schauspielerische Leistung verliehen Die Produktion "Hiob" erhielt nach der Publikumswahl den Preis in der Kategorie "Beste Inszenierung". Raul Kaiser hielt die Laudatio auf "Hiob" und Elisabeth Einecke-Klövekorn die Laudatio auf Sören Wunderlich. Das Jazz-Ensemble der Musikschule begeisterte die Zuschauer musikalisch.
 
Sören Wunderlich seit zwei Jahren in Bonn!
Der Theaterpreisträger 2015, Sören Wunderlich, wurde 1979 in Radebeul bei Dresden geboren, war nach dem Schauspielstudium von 2002 bis 2005 am Landestheater Tübingen engagiert, danach festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Hamburg. Seit zwei Jahren spielt Sören Wunderlich am Theater Bonn, trat unter anderem bei "Helmut Kohl läuft durch Bonn", "Leonce und Lena", "Die Wildente" und "Königsdramen" auf. In der kommenden Spielzeit wird Wunderlich in "Jenseits von Eden" zu sehen sein.
Förderer des Sprechtheaters!
Seit ihrer Gründung Anfang 2007 sind viele engagierte Bürger aus dem Bonner Stadtgebiet und dem Stadtbezirk Bad Godesberg sowie der Region der Gesellschaft zur Förderung des Sprechtheaters beigetreten. Die Mitglieder engagieren sich damit für eine hohe künstlerische Qualität und die kulturelle Bedeutung des Bonner Schauspiels, die kontinuierlich nur an seinem Zentrum in den Kammerspielen zu verwirklichen ist, sagt der Vorsitzende Kurt P. Tudyka. 2012 haben sich die Freunde der Kammerspiele für eine Autonomie des Schauspiels als Sparte des Theater Bonn eingesetzt. Sie wurde durch die Bildung einer eigenständigen Schauspieldirektion 2013 auf den Weg gebracht. Erneut gibt es Absichten, die das Schauspiel insgesamt und insbesondere seine Arbeit in Bonn-Bad Godesberg gefährden. Diesen gilt es durch bürgerschaftliches Engagement entgegenzutreten. Darum gilt, wer das Sprechtheater in Bonn erhalten und fördern will, muss Mitglied seiner Freunde werden. Die Freunde der Kammerspiele sind mehr als nur Zuschauer, betont Kurt P. Tudyka, der im Rahmen der Theaterpreis-Übergabe hinsichtlich des im kommenden Jahr stattfindenden 40. Geburtstag der Kammerspiele als Hauptspielstätte des Theater Bonner viele Fragen zur Entwicklung des Theaters für die Zukunft stellte. Nach den Eröffnungsworten von Kurt P. Tudyka sprachen der Bonner Generalintendant Dr. Bernd Helmich, die Bonner Bürgermeisterin Gabriele Klingmüller und die Bad Godesberger Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke sowie die Schauspieldirektorin Nicola Bramkamp. Großes Interesse fand der Festvortrag des ehemaligen Bonner Generalintendanten Dr. Manfred Beilharz, der zum Thema "Das Theater - Herz einer Stadt" Stellung bezog. Lars Figge bot mit einem Videofilm einen Rückblick auf die vergangene Spielzeit. Ludger Burstedde lud schließlich alle Anwesenden zum Empfang im Theaterfoyer ein.

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