Corona Zuschlag für Hausautorin

Die Folgen der Corona Pandemie treffen freiberufliche Künstler besonders hart. Freiberufliche Theaterautor*innen gehören dabei wahrscheinlich zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Berufsgruppen. Sie leben vor allem von Tantiemen, die nur gezahlt werden, wenn ihre Stücke gespielt werden. Da im Moment keine Vorstellungen stattfinden, verdienen die Autoren auch nichts. Auch die Möglichkeit, durch Lesungen und ähnliche Veranstaltungen Einnahmen zu generieren, fällt derzeit aus.

Auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim wurde vor mehr als zwei Jahrzehnten die Position des Hausautors am NTM geschaffen. Jüngere AutorInnen haben dadurch die Gelegenheit, ein Jahr praktische Theaterarbeit kennen zu lernen. Die diesjährige Hausautorin Sivan Ben Yishai, deren am Beginn der Spielzeit uraufgeführtes Stück „Liebe, eine argumentative Übung“ für den renommierten Mülheimer Dramatikerpreis nominiert wurde, hat durch die Corona Pandemie deutliche finanzielle Einbußen. Die Freunde und Förderer haben sich daher entschlossen, die Autorin mit einem einmaligen Sonderzuschlag in Höhe von 2.000€ für die finanziellen Verluste im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu entschädigen.

Und zur Erinnerung: Anknüpfend an den wohl bekanntesten Theaterdichter Mannheims, Friedrich Schiller, der von 1783-1784 als Hausautor in Mannheim lebte, engagiert das Nationaltheater seit der Wiederaufnahme dieses Programms zur Unterstützung junger Autoren in 1996/97 für jede Spielzeit einen Hausautor - ermöglicht, sprich unterstützt und finanziert von den Freunden und Förderern des NTM.

 

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