Podiumsdiskussion „Halbzeit“

Braunschweig Kleines Haus außenNeue Intendanz – neuer Spielplan in Braunschweig

Etwa 200 theaterinteressierte Menschen, darunter viele Mitglieder der Gesellschaft der StaatstheaterFreunde, kamen am 25.01.2018 zur „Halbzeit“-Bilanz der 1. Spielzeit unter der neuen Leitung des Staatstheaters ins Kleine Haus.

Jan Fischer von <nachtkritik.de> moderierte das Gespräch. Die Teilnehmer waren: Generalintendantin Dagmar Schlingmann, Verwaltungsdirektor Stefan Mehrens, Kulturredakteur der Braunschweiger Zeitung  Martin Jasper und die 1. Vorsitzende der StaatstheaterFreunde Beate Kirchner. Resümee des Abends: Publikum und Theaterschaffende erwarten, bei aller auf dem Podium und im Saal geäußerten Kritik, eine positive Verankerung des Staatstheaters in der Stadt und damit verbunden eine größere Zuschauerzahl.  

Für den Theatergänger stellt der Spielplan, besonders im Musiktheater, einige Anforderungen. Die neue Operndirektorin Isabel Ostermann bringt mehrere Stücke zeitgenössisches Musiktheater zur Aufführung: Europeras (John Cage), Rivale (Lucia Ronchetti),  La porta della legge (Salvatore Scarrino) zusammen mit Die sieben Todsünden (Kurt Weill). Geplant sind noch La voix humaine (Francis Poulenc) mit Tagebuch eines Verschollenen (Leoš Janáček) und Originale (Karlheinz  Stockhausen). Isabel Ostermann wurde dafür im September 2017 von dem Magazin „Die Deutsche Bühne“ als „Kopf der Saison“ geehrt, während das Braunschweiger Publikum bisher verhalten darauf reagiert hat, obwohl die Inszenierungen und die musikalische Qualität auch von auswärtigen Kritikern als überwiegend positiv beschrieben werden.

Die Generalintendantin Dagmar Schlingmann wies auf die „klassischen“ Opernpremieren hin, die es auch in Braunschweig zu sehen gibt: Don Carlo (Verdi), Hänsel und Gretel (Humperdinck, Regie Brigitte Fassbaender), La Clemenza di Tito (Mozart, Regie Jürgen Flimm) und später Elektra (R. Strauss) und Moskau, Tscherjomuschki (Schostakowitsch). Dazu die Wiederaufnahmen von Tosca (Puccini) und Werther (Massenet).

Die StaatstheaterFreunde hoffen sehr, dass auch durch ihre „Theaterkreise“, Interview-Abende mit Künstlern des Theaters, das Große Haus wieder besser ausgelastet wird.  

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