Marburg: Regieassistenten feiern Ihr Debüt

Für seinen Abschied hat sich Matthias Faltz für seine Regieassistenten ein ganz besonderes Dankeschön einfallen lassen. Jeder erhielt die Möglichkeit, sich ein Stück auszusuchen und es in eigener Regie am Theater zu inszenieren.

Den Auftakt machte Jonas Schneider mit "Julius Caesar" von Shakespeare. Dabei traute sich Schneider, den opulenten Stoff auf ein 90 minütiges Kammerspiel zusammen zu streichen mit nur noch vier Rollen: Cassius, Brutus, Caesar und Marc Anton. Ein gelungenes Wagnis.

Ganz anders nutzte Philip Lüthgenau sein Regiedebüt. Auch er hatte keine Angst vor großen Namen,denn er dramatisierte Franz Kafkas Roman "Der Prozess". Eine eigenwillige, groteske, eben kaffkaeske Inszenierung zeigte Lüthgenau dem applaudierenden Publikum.

Schließlich suchte Twyla Zuschneid den dritten Weg und fand ihn bei dem hierzulande weitgehend unbekannten russischen Autor Michail Bulgakow mit "Das hündische Herz". Das ist eine witzige Groteske über die Frage,ob der Mensch überhaupt in der Lage ist, sich eine vernünftige Gesellschaftsordnung zu geben. Das Publikum spendete viel Beifall.

Eine gelungene Idee des Intendanten Matthias Faltz, die zeigte wie viel Kreativität am Hessischen Landestheater Marburg vorhanden ist. Die Marburger Theaterfreunde hat es gefreut!

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