Theaterverein besucht das philharmonische Orchester

Orchester GiessenSechzig Mitglieder des Theatervereins erleben am Freitag, dem 24. Januar eine spannende Orchesterprobe für das anstehende Sinfoniekonzert. Es geht um Werke von Clara Schumann, Robert Schumann und Johannes Brahms, die von Gastdirigent Andreas Kowalewitz mit dem Orchester geprobt werden.

Kowalewitz ist in Gießen kein Unbekannter, denn er dirigierte bereits ‚ Kuss der Spinnenfrau‘, Cabaret‘, ‚Pumuckl‘ und jüngst ‚Die drei Schwätzer‘. Er begrüßt den Theaterverein und dankt sogar für die Gelegenheit, sozusagen unter authentischen Bedingungen, will heißen, vor Publikum, zu proben.

Die Theaterfreunde erleben im ersten Teil der Probe ein fast schon auffüh-rungsreifes Konzert, denn es wird kaum unterbrochen. Dabei handelt es sich erst um die fünfte Probe! In der Pause besteht die Gelegenheit, mit einzelnen Musikerinnen und Musikern ins Gespräch zu kommen, sich über deren Instru-mente und den Arbeitsalltag zu informieren. Die Chance wird eifrig genutzt. Es wird deutlich, dass sich viele Orchestermitglieder, die seit Jahren in einer Turnhalle proben, sehnlichst adäquate Proberäume wünschen.

Die Möglichkeit, in der Pause zu gehen, nehmen nur wenige Gäste wahr, denn es ist spannend, dem Entstehungsprozess des Sinfoniekonzerts beizuwohnen, zumal nach der Pause ein Klavierkonzert ohne Klavier geprobt wird. Der Solist reist erst am Montag zur Hauptprobe an. Also geht es heute zunächst um die Einsätze zu den Ergänzungen, die das Orchester akkurat zu leisten hat. Andreas Kowalewitz wird von den Theaterfreunden als ‚primus inter pares‘ erlebt, der das Orchester souverän und zugleich sensibel führt, in seiner Ansprache an die MusikerInnen das ‚wir‘ betont und einen Dialog mit ihnen führt, anstatt ihnen seine Interpretation der Werke aufzuzwingen. Wenn Hauptprobe am Montag und Generalprobe am Dienstag ebenso harmonisch und ergebnisorientiert verlaufen, wie die Freitagsprobe, kann das Konzert nur gelingen!

Helga Göbel, die Vorsitzende des Theatervereins bedankt sich beim Orchestervorstand mit einem Geschenk für das gesamte Orchester. Wegen der späten Stunde entfällt der sich normalerweise anschließende Stammtisch im ‚Da Vinci‘.

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