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Kreative Idee in Marburg

Freundeskreis Hessisches Landestheater Marburg  

muthea kuss marburgEnde März 2020 sollte zum 25. Mal KUSS über die Bühne des Hessischen Landestheater Marburg (HLTM) gehen. Das HLTM hatte wieder zahlreiche in- und ausländische Kinder- und Jugendtheaterbühnen nach Marburg eingeladen, aber auch zusammen mit dem Schulamt der Stadt Marburg wieder circa 100 Workshops an den Schulen organisiert, die sich mit Theater auf und hinter der Bühne befassen.

Alles musste abgesagt werden wegen der Corona-Pandemie. Dabei hatte das Festival schon andere Krisen gemeistert, zum Beispiel den Irak-Krieg und die damit verbundene Frage, ob man in diesen Zeiten Theaterspielen darf. Damals war die Antwort, wann sonst, wenn nicht der Zeit der Kriegsgefahr. Doch nun ist der Feind mitten unter uns.

Auch der Freundeskreis hatte sich etwas Besonderes vorgenommen. Denn wie in der Vergangenheit sollte auch zum 25. Jubiläum wieder eine Jury aus Jugendlichen einen Preisträger als beste Inszenierung küren. Doch diesmal sollte es nicht nur das Preisgeld von 2.000 € und eine Urkunde im Rahmen geben, sondern auch eine in Händen zu haltende Trophäe. Natürlich kann sich der Förderverein kein „Bambi“, keinen „Goldenen Bären“ oder gar einen „Oscar“, aber eben einen KUSS!

Dazu nutzten das HLTM die Kooperation mit den Schulen. Diese waren aufgefordert, dass Schüler*innen mit ihren Lehrer*innen im Kunstunterricht eine solche Trophäe, den KUSS, zu entwickeln. Auch der Freundeskreis war von der Kreativität der Jugendlichen überzeugt und freute sich auf die Ergebnisse von jungen Menschen für den Theaterpreis für Stücke für junge Menschen.

Und tatsächlich: KUSS wurde gefunden. Kiara Cordes von der Schule Steinmühle in Marburg entwickelte die Trophäe im Kunstunterricht ihrer Klasse bei Frau Ines Vielhaben. Diese hatte die Ausschreibung des HLTM als Klausurarbeit eingesetzt mit erstaunlichen Ergebnissen. Kiara Cordes modellierte aus Ton einen Menschen, der aus dem Dunkel des Zuschauerraumes in das blaue Licht der Bühne tritt. Der Rücken ist noch dunkel während die Brust schon blau strahlt.

Das überzeugte das HLTM und den Freundeskreis.

Es stellte sich nur noch die Frage der Vervielfältigung, denn schließlich sollte des KUSS nicht nur einmal 2020 vergeben werden, sondern auch in den Folgejahren. Hier konnte der Förderverein eine Künstlerin gewinnen, die nun Nachmodelle herstellt. Damit entsteht jedes Jahr wieder ein einzigartiges Kunstwerk.

Leider konnten wir den ersten KUSS jetzt nicht vergeben. Doch eines bleibt: KUSS  MUSS  !!

Also sehen wir uns im Frühjahr 2021 zum 25. KUSS -. Kuck-Schau-Spiel!