MUTHEA e.V.

Bundesvereinigung deutscher Musik- und Theaterfördergesellschaften

Görlitz

Internationale Theaterkooperation im Dreiländereck

Der Görlitzer Theater- und Musikverein freut sich auf Begegnungen und Gespräche mit polnischen und tschechischen Theaterfreunden im Rahmen des Projektes »Internationale Theaterkooperation J-O-Ś im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien«.

goerlitz-josNoch immer waren Kunst und Kultur geeignet, Brücken über Grenzen und Kulturräume hinweg zu schlagen und Menschen zu verbinden. So blicken auch die Theater im Dreiländereck auf eine lange Geschichte der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zurück, in der jetzt ein neues Kapitel aufgeschlagen wird. Die Projektkoordinatorin auf deutscher Seite, Ricarda Böhme berichtet über das Vorhaben:

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Kompositionsauftrag in Görlitz

ECHO-Klassik-4K.T.ECHO - 72 dpiDie ehrenamtliche freiwillige Arbeit kulturell interessierter Bürger ist inzwischen für die Theaterlandschaft unverzichtbar geworden. Der Görlitzer Theater- und Musikverein hat anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums eine eindrucksvolle Bilanz vielfältiger Bürgerbeteiligung vorgelegt. Dies alles wird nur möglich, wenn Menschen miteinander kommunizieren, andere begeistern und Wege suchen, die Musik und Theater in den Blickpunkt zu rücken.
Allen diesen Brückenbauern danken wir im Rahmen des 6. Sinfonischen Konzertes unserer Neuen Lausitzer Philharmonie mit einer Auftragskomposition „Bridges“ für sinfonisches Orchester und Kontrabass-Quartett, die der Verein finanziert hat. Wir haben diesen Auftrag an den Komponisten und 1. Solokontrabassisten des Hamburger Staatsorchesters Stefan Schäfer vergeben. Am 16. April 2016 findet die Uraufführung mit dem internationalen Kontrabass Quartett Bassiona Amorosa statt und symbolisiert ein Erinnern an die vielen Brückenbauer, die zur Verständigung der Menschen und zum gemeinsamen Handeln nötig sind. Der Verein ist sehr stolz darauf, dass diese Botschaft des Miteinanders in der gesamten Region erklingen wird. Bisher gibt es wohl keine andere Komposition, die für diese ungewöhnliche Besetzung geschrieben wurde.
Mit den jungen Musikern des international anerkannten Quartetts verbindet den Görlitzer Verein eine tiefe Freundschaft, da wir die Künstler seit Jahren auf ihrem Weg begleitet haben. Seit ihrer Gründung im Jahr 1996 begeistern sie ihr Publikum in Europa, Asien und in den USA. Unsere Freude war sehr groß, als das Ensemble den Echo Klassik Preis 2014 erhielt. Wir feiern natürlich auch den Gründer, Lehrer und schöpferischen Leiter des Ensembles, Professor Klaus Trumpf, der in Görlitz geboren wurde, seine erste musikalische Ausbildung hier erhielt und als hoch anerkannter Kontrabassist immer wieder in seine Heimatstadt zurückkehrt. Brückenbauen wird in unserer Grenzregion immer ein aktuelles Thema sein.

25 Jahre Görlitzer Theater- und Musikverein

Der Görlitzer Theater- und Musikverein blickt auf 25 Jahre erfolgreiche Arbeit zurück
goerlitz-instrumenteSich für das Musikleben zu engagieren, hat in Görlitz eine lange Tradition. Schon im Jahr 1875 gründeten 35 Herren (!) den Verein der Musikfreunde zu Görlitz, der in einer »Mittelstadt eine regelmäßige und zielsichere Pflege der Musik erstrebte.« Der Verein hatte bis zu seiner Auflösung im Jahr 1938 etwa 1.500 Mitglieder und beflügelte eine rege Konzerttätigkeit mit Bildungsprogrammen und verband die Musikfreunde zu einer »wirklichen Kunstgemeinde«.

Auf diesen Ideen konnte der heute existierende Verein aufbauen und könnte somit auf 140-jährige Vereinstätigkeit für Theater und Musik zurückblicken.
Eine Festschrift gibt einen Überblick des in der Vergangenheit Geleisteten. Natürlich haben wir auch MUTHEA eine Doppelseite gewidmet. Zum Auftakt des Festjahres luden wir zu einem musikalisches Programm mit einem Abendessen ins Theater ein. Bewusst wählten wir eine Variante, die keine erheblichen Kosten verursacht. Ein Hauptziel unserer Arbeit besteht darin, bleibende Werte zu schaffen und dem Theater zur Verfügung zu stellen. Die Bilanz kann sich sehen lassen.
Es ist immer unser Ziel, alle vorhandenen Gelder für künstlerische Projekte einzusetzen. Über das gesamte Jubiläumsjahr verteilt, bieten wir z. B. Konzerte und Liederabende an, fördern das Jugendtheater und haben eine Auftragskomposition »Bridges« für Kontrabass-Ensemble und Orchester vergeben, die im Rahmen eines Sinfoniekonzert-Zyklus uraufgeführt wird. So tragen wir den Gedanken des Brücken-Bauens durch die Philharmonie in die gesamte Region hinaus und zeigen, was Kulturfreunde leisten können, wenn sie sich für eine Sache engagieren.
Voller Stolz stellen wir in einem Konzert am 3. Oktober die neue erworbene Harfe vor, die innerhalb weniger Monate nur durch kleinere Spenden von Bürgern finanziert werden konnte und die einen Wert von 30.000 Euro hat. Nicht zu vergessen sind die ideellen Projekte, die ein Verein für das Theater leisten kann.
Mehr als 90 Mal haben wir in den zurückliegenden Jahren unter dem Motto eingeladen: »Lassen sie uns darüber reden.« Auch in diesem Jahr setzen wir Publikumsgespräche fort.
Ein besonderes Markenzeichen des Görlitzer Theater- und Musikvereins ist es, über das Jahr verteilt Kammerkonzerte mit herausragenden Ensembles anzubieten. In den vergangenen 20 Jahren veranstaltete der Verein mehr als 80 Konzerte, dabei immer eines am 31. Dezember.
Als Fazit können wir feststellen: Die Arbeit im Verein war oft anstrengend, vielseitig, kreativ, meist zu umfangreich, aber immer schön und bereicherte das eigenen Leben.

Bekenntnis einer Region zu ihrem Theater

HarfeDer Görlitzer Theater- und Musikverein freut sich über ein spontanes Bekenntnis der Bürger aus der gesamten Region für das Theater.
Gerade in dieser Spielzeit, wo die Konzertharfe in verschiedenen Konzerten eine besondere Rolle spielte, war das Instrument des Theaters nicht mehr einsetzbar. Es musste am Jahresende eine neue Harfe erworben werden und das Theater war zu dieser Investition von mehr als 30 000 Euro nicht in der Lage. Wir als Verein entschlossen uns, das Instrument zu kaufen und leisteten eine Anzahlung. Nun mussten wir handeln und riefen zu Spenden auf. Diese Bitte stieß unter den Konzert- und Theaterbesuchern auf eine sehr große Resonanz. Innerhalb kurzer Zeit sahen wir uns in der Lage, das Instrument zu kaufen. Es gab dabei keine Großspenden, sondern die kleinen Beträge der treuen Theaterbesucher halfen uns weiter, die anonym oder auf dem Spendenkonto täglich eintrafen.
So wurde diese Aktion zu einem Gemeinschaftswerk zwischen Zuschauern, dem Verein und den Künstlern des Hauses. Wir sehen darin ein überzeugendes Bekenntnis der Bürger zum Theater und der Neuen Lausitzer Philharmonie. Wir bedanken uns mit einem besonderen Harfenkonzert dafür.
Jedoch lässt eine solche Situation viele Fragen offen. Wie ist es um die Kulturpolitik des Bundes und der Länder bestellt, wenn die kleinen Theater in eine solche finanzielle Notlage kommen. Es wird in den Häusern – sehr häufig mit Lohnverzicht bis 20 Prozent – engagiert und hochwertig gearbeitet, immer ohne finanziellen Rückhalt. Nötige Investitionen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, zum Erneuern der Technik oder zum Anschaffen von Instrumenten können bei laufendem Betrieb nicht eingeplant werden. Dabei ist ein intaktes Theater, abseits der großen Häuser auch eine Investition in die Zukunft der Bewohner einer Grenzregion.

Publikumslieblinge am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau

Alpha1 FotoMarliesKross4Seit 12 Jahren sucht der Görlitzer Theater- und Musikverein in jeder Spielzeit durch Besucherbefragung nach dem „Publikumsliebling“ und dem„Besonderen Theatererlebnis“ und den Künstlern, die eine persönliche Würdigung erhalten sollten.
Das Publikum hat während der gesamten Spielzeit die Möglichkeit seine Meinung zu äußern. Dazu liegen in jedem Programmheft  Befragungszettel.
In diesem Jahr gab es eine völlig neue Konstellation, fast alle Künstler des Hauses erhielten eine dicht beieinander liegende Stimmenzahl. Die Theaterbesucher entschieden sich offensichtlich sehr bewusst für Ensemble-Leistungen.
Während wir in der vergangenen Spielzeit Sebastian Ritschel als Regisseur des Musicals ANATEVKA mit der Ehrennadel des Theater- und Musikvereins  würdigen konnten, entschieden sich die Besucher diesmal für die Leistung des Ensembles der Produktion „ANATEVKA“ als herausragendes Erlebnis.  Der TMV  verlieh einen Sonderpreis an dieses das Ensemble und lädt die Mitwirkenden, die dem Musical ANATEVKA zu einem beachtenswerten künstlerischer Erlebnis verholfen haben, zu einem Empfang ins Foyer-Restaurant ein, getreu dem Motto: wer miteinander arbeitet, soll den Erfolg auch gemeinsam feiern.
Mit Freude stellten wir fest, dass die Zahl der Fans für zeitgenössisches Tanztheater deutlich im  Wachsen begriffen ist. Der Tanzcompany mit Marko E. Weigert und Dan Pelleg zollte das Publikum  Anerkennung für die Inszenierung „ALPHA 1“, die neue Dimensionen des Tanzes erschließt. Auch hier vergaben wir  einen Ensemble-Preis und eine Einladung zum Brunch für alle Beteiligten.
Nur ein Publikumspreis ging in diesem Jahr an eine Einzelperson, den Kapellmeister und stellvertretenden GMD Ulrich Kern. Die Theater- und Konzertfreunde dankten  Herrn Kern für seine kontinuierliche Arbeit mit der Neuen Lausitzer Philharmonie.
 
Der Vorstand des TMV war überrascht und erfreut über das diesjährige Ergebnis. Die positive Resonanz, die wir von den Künstlern erfuhren, zeigt wie wichtig die Anerkennung durch das Publikum für die Akteure auf der Bühne ist.

Welttheatertag 2013 im Theater Görlitz

Der Görlitzer Theater- und Musikverein pflegt seit Jahren die schöne Tradition, den Welttheatertag am 27. März eines jeden Jahres festlich zu begehen. Wir nutzen die Veranstaltung um viele Menschen auf das Theater aufmerksam zu machen oder Probleme kritisch zu beleuchten. Gleichzeitig verbinden wir einen Dank an die Mitarbeiter des Theaters, die bei Haustarifen mit enormem Engagement für ihre Sache glühen.

 

Seit 1961 wird der 27. März, der traditionelle Eröffnungstag des „Festivals der Nationen" in Paris, als Welttheatertag mit vielen Veranstaltungen weltweit begangen.

 

Das Internationale Theaterinstitut, dem rund 90 Länder als Mitglieder angehören, feiert diesen Tag unter dem Schirm der Unesco. Die internationalen Botschaften zum Welttheatertag, die in jedem Jahr ein renommierter Künstler verfasst, werden in über 50 Sprachen übersetzt und auch vor Theateraufführungen und besonderen Veranstaltungen verlesen.


Anlässlich des diesjährigen Welttheatertages dürfen Theaterfreunde in Görlitz die Ersten sein, die einen Teil einer Opern-Uraufführung bei einer öffentlichen Licht-& Kostümprobe erleben.


Der Librettist Fabian Scheidler thematisiert die Verwerfungen in der Finanzbranche, indem er individuelle Schicksale von Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Sphären zeigt, die plötzlich aufeinanderprallen. Der ebenfalls anwesende Komponist Andreas Kersting kann die Reaktion der Theaterfreunde hautnah erleben und erste Meinungen mitnehmen.

 

In festlicher Atmosphäre werden Theaterfreunde mit beiden Schöpfern der Oper diskutieren. Eine angenehme Geflogenheit ist es, an diesem Abend verdienstvolle Mitarbeiter des Theaters zu ehren, die hinter den Kulissen wirken.

 

Es wäre keine Überraschung, wenn bei den Gesprächen über persönliche Finanzprobleme oder über die Finanznöte im Kulturbereich diskutiert wird. Alle Sachverhalte hängen eng miteinander zusammen. Bürger fragen immer mehr danach, wie es angeht, dass Banken mit Summen gerettet werden, die wir vor der Krise gar nicht aussprechen konnten. Für Kultur und Soziales, für Bildung und Jugend werden die Mittel immer knapper. Die Risiken der Finanzpolitik werden undurchschaubar und jeder von uns hofft, dass der erwartete Crash ausbleibt.

 

Die Theaterfreunde sind gespannt, ob das hoch aktuelle Thema in einer Oper zu seinem Recht kommt und erwarten die Premiere mit Spannung.

 

Premiere der Uraufführung I Oper am 6.04.2013, 19.30 Uhr Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz
TOD EINES BANKERS
Fabian Scheidler (Libretto) und Andreas Kersting (Musik).

Theater in Görlitz und Zittau

Der ständige Sparzwang innerhalb der Kulturräume macht Strukturanpassungen in der Theater- und Orchesterlandschaft notwendig.

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Brief an den Landtag

Der Görlitzer Theater- und Musikverein e. V. wendet sich in einem persönlichen Brief an die Landtagsabgeordneten und verurteilt die Mittelkürzungen bei der Kulturraumförderung durch die Landesregierung.

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20 Jahre Jubiläum

{tortags,114,1}Der Görlitzer Theater- und Musikverein besteht mit Unterbrechungen seit 1875.

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