MUTHEA e.V.

Bundesvereinigung deutscher Musik- und Theaterfördergesellschaften

Bremen

Kurt-Hübner-Preis geht an Junge Akteure

Verleihung durch die Bremer Theaterfreunde fand am 26. Juni um 20 Uhr statt

Bremer Theaterfreunde-Logo1Der Kurt-Hübner-Preis der Bremer Theaterfreunde ging in diesem Jahr an die Jungen Akteure am Theater Bremen. Stellvertretend wurde das Leitungsteam der Jungen Akteure, Nathalie Forstman und Christiane Renziehausen, mit dem Preis ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am Montag, 26. Juni, ab 20 Uhr im Kleinen Haus statt.

Seit 2005 bieten die Jungen Akteure Kindern und Jugendlichen aus Bremen und umzu die Möglichkeit, am Theater Bremen unter professionellen Bedingungen Theater zu spielen. Weit über tausend junge Menschen konnten in diesen zwölf Jahren über die Jungen Akteuren für das Theater begeistert werden und ihre Theaterleidenschaft ausleben.

In der Jurybegründung heißt es: „Die Themen, die in den inzwischen mehr als 125 Produktionen der Jungen Akteure aufgegriffen werden, sind dabei von gesellschaftlicher Relevanz, nicht nur für ein junges Zielpublikum. Die Jury zeigte sich bei ihrer Entscheidung vom konstant hohen Niveau der Arbeit der Jungen Akteure und ihrem Mut, auch kontroverse Themen zu behandeln, beeindruckt. Beispielhaft sei auf Gernot Grünewalds Inszenierung „Kinder|SOLDATEN“, Lola Arias’ Migrationsstudie „ The Art of Arriving“ sowie die von Nathalie Forstman inszenierte Produktion „Grüne Vögel“, in der die religiöse Radikalisierung von Jugendlichen thematisiert wurde, verwiesen. Wiederholte Einladungen der Jungen Akteure zu nationalen Theaterfestivals zeigen, dass die künstlerische und inhaltliche Qualität ihrer Arbeit auch überregionale Beachtung findet.

In der aktuellen Spielzeit haben sich die Jungen Akteure thematisch auf die Suche begeben: Sie sind dabei der „Verlorenen Jugend“ junger Frauen als Wandeltheater im Brauhauskeller (Regie: Christiane Renziehausen), den Spuren neuzeitlicher Bremer Stadtmusikanten bei Audiowalks durch das Bremer Viertel in „Still out there“ (Regie: Fabian Lettow und Mirjam Schmuck) sowie konventionellen und unkonventionellen Männerbildern im Tanztheaterstück „Turnen“ (Choreografie: Tomas Bünger) nachgegangen. Die Jungen Akteure zeigten sich damit auch 2016/17 vielfältig und experimentierfreudig bei der Wahl ihrer szenischen Mittel. In der Umsetzung der Themen boten sie ihrem Publikum erneut sensible Inszenierungen, die von großer Authentizität und Originalität geprägt waren.“

Nathalie Forstman leitet seit der Spielzeit 2011/12 die Jungen Akteure am Theater Bremen. Nach einem Studium an der Ludwig-Maximilian-Universität München und dem Studium der Theaterpädagogik an der Hochschule der Künste im Sozialen Ottersberg folgten theaterpädagogische und künstlerische Projekte als freischaffende Theatermacherin und Dramaturgin sowohl mit Laien als auch mit professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern. Von 2009 bis 2011 war sie als Kuratorin von Theaterfestivals und Themenreihen an der Schwankhalle Bremen tätig. Am Theater Bremen inszenierte Nathalie Forstman u.a. in der Spielzeit 2012/13 das Stück „Warum das Kind in der Polenta kocht“ nach Aglaja Veteranyi, das 2013 für das Theatertreffen der Jugend in Berlin nominiert und zum Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern nach Oldenburg eingeladen wurde.

Christiane Renziehausen studierte Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie Pädagogik an der Georg-August-Universität Göttingen, dann bis 2007 Theaterpädagogik an der Fachhochschule Ottersberg. Ihr erstes Engagement am Theater trat sie mit der Spielzeit 2008/09 an den Kammerspielen Paderborn an, wo sie mit dem Jungen Theater eine neue Sparte etabliere. 2010 wechselte sie an das Kinder- und Jugendtheater Zamt und Zunder in Baden in der Schweiz. Seit 2011 ist sie als Theaterpädagogin bei den Jungen Akteure am Theater Bremen tätig.

Mit dem Kurt-Hübner-Preis zeichnen die Bremer Theaterfreunde e.V. seit 1996 jährlich eine besonders herausragende künstlerische Leistung am Theater Bremen aus. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wurde zuletzt an die Schauspielerin Annemaaike Bakker (2013), den ehemaligen leitenden Regisseur im Musiktheater Benedikt von Peter und die Musiktheatersparte des Theater Bremen (2014), den Sänger Patrick Zielke (2015) sowie an die Schauspielerin Nadine Geyersbach und den Schauspieler Alexander Swoboda (2016) verliehen. Benannt ist der Preis nach Kurt Hübner, der von 1962 bis 1973 Generalintendant am Theater Bremen war.

Die diesjährige Jury setzte sich wie folgt zusammen: Prof. Michael Börgerding (Intendant Theater Bremen), Ursula van den Busch (Theaterfreunde), Rainer Glaap (Theaterfreunde), Christine Gorny (Radio Bremen), Iris Hetscher (Weser-Kurier), Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Theaterfreunde), Daniel de Olano (Theaterfreunde), Benno Schirrmeister (taz) und Rolf Stein (Kreiszeitung). 

Zwei Preisträger, Theatertreffen und Umfrage

Bremer Theaterfreunde-Logo1Erstmals haben die Bremer Theaterfreunde den Kurt Hübner-Preis an zwei Preisträger verliehen. Neben den regelmäßigen und erfolgreichen Theatertreffen gibt es in Bremen auch eine Videoporträtreihe. Außerdem berichtet die Vorsitzende Ursula van den Busch von der Mitgliederumfrage der Gesellschaft.

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Es soll zum guten Ton gehören, Mitglied der Theaterfreunde zu sein.

MichaelBörgerdingKAndreottiEndViele Produktionen und Veranstaltungen des Theater Bremen in dieser Spielzeit beschäftigen sich mit gesellschaftlich relevanten Themen: THE ART OF ARRIVING, DIE SCHUTZBEFOHLENEN, 3000€, PORNOGRAPHIE, NOSTALGIE, ISTANBUL, RICH KIDS, GRÜNE VÖGEL, WOZZEK, KLIMA-SICHTEN, Internationales Cafe InCa ,
Benefizveranstaltung für Flüchtlinge DAFÜR DOCH! ....

Das korrespondiert mit den Aktivitäten der Theaterfreunde.

Wir unterstützten das InCa für Geflüchtete, Migranten und Einheimische. Wir fördern die Aufführungen von ISTANBUL – eine Gastarbeitergeschichte und GRÜNE
VÖGEL – eine Radikalisierungsgeschichte Jugendlicher, die sich den Terrormilizen anschließen.

Durch unsere erfolgreiche Spendenaktion THEATERKARTEN FÜR FLÜCHTLINGE konnten wir über 160 Flüchtlinge zum Familienkonzert AUF HOHER SEE mit anschließendem Essen einladen.

In den nächsten Monaten wollen wir verstärkt neue Mitglieder werben, um so unsere finanziellen Mittel zur Förderung des Theaters zu erhöhen.
Wir arbeiten an der stärkeren Präsenz der Theaterfreunde im Theater und darüber hinaus überall in der Stadt. Dafür haben wir Videoporträts von Theaterfreunden gemacht, die an verschiedenen Stellen des Theaters wie auch in den sozialen Medien gezeigt werden. Mit einer ganzseitigen Anzeige im VHS- Programmheft sprechen wir 35.000 BremerInnen an. Gerade erschien ein großer Bericht im Weser Kurier über das von uns veranstaltete TheaterTreffen mit
dem Chefmaskenbildner. Immer wieder sendet Radio Bremen eine Gesprächszeit mit besonderen Gästen, die wir zu TheaterTreffen einladen, wie die Autoren Oskar Roehler und Joachim Lottmann oder Regisseure wie Andreas Kriegenburg. Mit Aktionen in der Stadt wollen wir demnächst weiter auf uns aufmerksam machen.
Wir hätten gern, dass es in Bremen zum guten Ton gehört, Mitglied der Theaterfreunde zu sein.

Focke Wortmann wurde verabschiedet

abschied-focke-wortmannFür seine Verabschiedung gab es am 9. Dezember 2011 einen Abend nur für ihn im Großen Haus: Focke Wortmann wurde vom Theater Bremen als langjähriger Vorsitzender der Bremer Theaterfreunde verabschiedet. Alle Sparten des Theaters dankten Wortmann und gaben Kostproben aus aktuellen Inszenierungen. Hans-Dieter Heimendahl ist der Moderator der Theater-Treffen, die Focke Wortmann mit geplant hatte. An diesem Abend lud Heimendahl Wortmann auf den roten Gästesessel ein und stellte ihm die Fragen, die sich ansonsten Schauspieler, Sänger und Regisseure anhören dürfen.

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Erfolgreiches Jahr der Bremer Theaterfreunde

theater-am-goetheplatzDie Bremer Theaterfreunde können auf ihrer Mitgliederversammlung Ende Juni 2011 erfreut auf die letzten Monate zurückblicken.

 

Zum Einen hat das Theater Bremen die erste „Übergangsspielzeit" ohne Intendanten unter der Führung der vier Spartenleiter und des Künstlerischen Betriebsdirektors mehr als erfolgreich überstanden. Nach dem Fortgang des Generalintendanten Hans-Joachim Frey war eine schnelle Entscheidung geboten, die Neubesetzung der Intendanz sollte in Ruhe vorbereitet und entschieden werden. Dankenswerterweise haben sich die vier leitenden Dramaturgen und der Betriebsdirektor bereit erklärt, gemeinschaftlich die Leitung des Hauses für zwei Jahre zu übernehmen. Inzwischen ist ab der Spielzeit 2012/2013 mit Michael Börgerding ein neuer Generalintendant berufen worden. Gerade ist die letzte Premiere der Spielzeit 2010/2011 über die Bühne gegangen, Theaterleitung und Theaterbesucher können auf ein gelungenes Experiment zurückblicken. Der Spielplan 2011/2012 liegt vor, alle sind auf interessante neue Projekte gespannt.

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Uraufführung in Bremen

Am 14. Mai wird KRYOS die Oper KRYOS von Jörn Arnecke und Hannah Dübgen im Bremer Theater am Goetheplatz ihre erste Aufführung erleben. Die Komposition wird von den Bremer Theaterfreunden finanziert.

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Klassen los!

Unter diesem Titel startet das Theater Bremen mit den Bremer Theaterfreunden ein Projekt, mit dem Schulklassen aus sozial schwachen Stadtteilen der kostenfreie Besuch im Theater ermöglicht werden soll. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister und Kultursenator Jens Böhrnsen übernommen.

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Kurt-Hübner-Preis 2010

Kurt-Hübner-Preis 2010

Die Sängerin NADINE LEHNER erhält den KURT-HÜBNER-PREIS 2010, verliehen von den Bremer Theaterfreunden. Die Preisverleihung findet am Montag, 21. Juni, 20.00 Uhr im Neuen Schauspielhaus statt.

 


Gespräch mit H.-J. Frey

Gespräch mit H.-J. Frey

Die Theaterfreunde verabschieden sich vom scheidenden Intendanten Hans-Joachim Frey: am Dienstag, den 15. Juni findet in der Theatergallerie ein TheaterTreffen extra statt. Um 19.30 Uhr wird Hans Dieter Heimendahl ihn zu den drei Spielzeiten in Bremen befragen.

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