MUTHEA e.V.

Bundesvereinigung deutscher Musik- und Theaterfördergesellschaften

Marburg

Freundeskreis Hessisches Landestheater Marburg vergibt Festival-Preis

Das Hessische Landestheater Marburg lud Ende März zum 22. KUSS ein. KUSS-KUCK! Schau! Spiel, so heißt die hessische Kinder- und Jugendtheaterwoche am Landestheater in Marburg, die in diesem Jahr zum 22. Mal stattfand.
KUSS LogoIn einer Woche gastierten 17 verschiedene Kinder- und Jugendtheater inzwischen aus ganz Europa in Marburg und zeigten ihre neuesten Inszenierungen, damit aber auch dem Zuschauer, welche Theaterformate inzwischen entwickelt worden sind, um Kinder und Jugendliche, aber nicht nur diese an das Theater zu führen und binden. Das ist KUCK!
Daneben gibt es aber auch Spiel! Denn in fast 90 Workshops bot das Hessische Landestheater Theater zum Selbermachen für Schülerinnen und Schüler an. Die Veranstaltungen waren – wie jedes Jahr – restlos ausgebucht. Das Publikum erfreute sich an den nationalen Theatern, wie z. B. aus Frankfurt La Senty Menti mit „remembeRING" oder Junges Theater Heidelberg mit „Pietro Pizzi" aber auch an den internationalen Theatern, wie z. B. dem Vorstadt-Theater Basel mit „Herr Macbeth oder die Schule des Bösen".
Der Freundeskreis lobte zum Festival den Festivalpreis von 2.000,00 € für die beste Inszenierung aus. Hierzu kam eine Jury von vier Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren zusammen, gepaart mit zwei Mitgliedern des Fördervereins und einem Schauspieler des Landestheaters als Fachberater. Die Jury hat alle 17 Stücke gesehen und bewertet. Dabei ist es – wie jedes Jahr – mehr als eine schwierige Arbeit, wenn ein poetisches Stück wie „Das Schaf, das vom Himmel fiel" für Kinder ab 3 Jahre mit „Antigone" von Jean Anouilh für Jugendliche ab 14 Jahren oder mit „Kasimir und Karoline" von Horváth für Menschen ab 14 Jahren oder mit „Dschihad One-Way" vom Jungen Theater Hof/Theater in Kempten zu vergleichen und zu bewerten ist.
Doch auch in diesem Jahr es die Jury geschafft, den Preisträger zu filtrieren, nämlich „Blutsschwestern" vom Theater Foxfire/Dschungel Wien. Ein Tanztheater über fünf junge rebellische Mädchen, die den Weg in ein selbstbestimmtes Leben suchen. Diese starken Frauen in der Inszenierung von Corinne Eckenstein überzeugten die Jury.
Platz 2. belegte das Theater Naivni Divadlo Liberec aus Tschechien mit der poetischen Darbietung „Das Schaf, das vom Himmel fiel" für junge Menschen ab 3 Jahren.
Den 3. Platz sicherte sich das Deutsche Nationaltheater Weimar mit „Helden! Oder warum ich einen grünen Umhang trage und gegen die Beschissenheit der Welt ankämpfe" für Menschen ab 13 Jahren.
Es war eine aufregende und spannende Woche im Hessischen Landestheater wie der erste Vorsitzende des Fördervereins, Jürgen Bandte, anlässlich der feierlichen Preisverleihung ausführte. Dabei gibt es eigentlich kein Theater für Kinder und Jugendliche, so seine Sicht, sondern nur Theater für Menschen. Er plädierte deshalb für die Aufnahme von „Kinder- und Jugendtheater" in die Abendspielpläne, damit auch alle Menschen, auch ohne Alibi-Kind, -Enkel, -Nachbarkind die packenden Erzählweisen, beispielsweise auch von „Macbeth" im Kinder- und Jugendformat genießen dürfen.
KUSS-MUSS – auch im Jahr 2018 zum 23. Mal!

KUSS - Kuck! Schau! Spiel! 2017

22. Hessische Kinder-und Jugendtheaterwoche in Marburg vom 19. bis 25. März 2017

 

2RessacsAlice-Piemme heller better slZum 22. Mal heißt es beim Hessischen Landestheater Marburg KUSS - MUSS! Zum 20. Mal hat der Freundeskreis des Hessischen Landestheater Marburg den Festivalpreis von 2.000€ für die beste Inszenierung des Festivals ausgelobt. Denn ein Festival ohne Preis ist kein Festival!

Der Förderverein hat wieder eine mehrköpfige Jury aus jungen Menschen zusammengestellt, die 18 Produktionen in dieser Woche sehen und bewerten müssen. Harte Arbeit! Das Festival reicht wieder weit über die Hessischen Landesgrenzen hinaus. Inszenierungen aus der Schweiz, Tschechien, Österreich und Belgien bereichern das Marburger Publikum und zeigen neben den hessischen und deutschen Theatern erneut die gesamte Bandbreite der verschiedenen Formate vom klassischen Schauspiel bis hin zum Tanztheater.

Der Förderverein freut sich auf die KUSS-Woche, da internatinales Flair das Hessische Landestheater durchzieht und viele interessante Gespräche geführt werden können. Neben dem SCHAUEN gibt es auch wieder "SPIEL". In zahlreichen Workshops an Schulen wird selbst gespielt, werden Masken hergestellt oder andere Performances durchgeführt - eine immer sehr wertvolle Erfahrung für die Jugendlichen, die sie dann auch auf der Bühne präsentieren.

Am 25. März 2017 wird in einer kleinen Gala der Preis feierlich vergeben, das Event für Kinder-und Jugendtheater in Marburg.

Zwei Intendantinnen führen ab 2018 das Hessische Landestheater Marburg

lange-unserIntendant Matthias Faltz hat zu Beginn der Spielzeit 2015/2016, nachdem eine dreijährige Verlängerung seines Vertrages geschlossen war, über die Presse bekanntgegeben, dass er nach Ablauf dieser Verlängerung seiner ersten fünf Spielzeiten, seinen Vertrag nicht weiter verlängern werde. Er suche neue Herausforderungen. Das kam überraschend, aber auch frühzeitig, so auch die Begründung des Intendanten, damit genügend Zeit sei, um einen geeigneten Nachfolger/in zu finden. Die Stelle des Intendanten ist ausgeschrieben, 58 Bewerbungen sind eingegangen und die Auswahl begann.

Der Freundeskreis war darin nicht eingebunden. Es sind persönliche Daten der Kandidaten zu sichten. Datenschutz geht natürlich vor.

Die Kommission bestehend aus dem Theaterreferenden des Landes Hessen, Albert Zetsche, Dr. Kerstin Weinbach, Kulturreferentin des Stadt Marburg, Gordon Vajen, Intendant des Theaterhauses Frankfurt und Dagmar Schlingmann, Generalintendantin des Staatstheaters Saarbrücken hat getagt und nun steht fest, die Wahl ist auf Carola Unser und Eva Lange gefallen. Damit ist die Spitze des Hessischen Landestheater Marburg wohl einzigartig in der Republik besetzt, denn es gibt nur wenige Frauen als Intendantinnen und wohl keine Doppelspitze.
Eva Lange ist zur Zeit noch Oberspielleiterin an der Landesbühne Niedersachen in Wilhelmhaven, Carola Unser leitete dort vier Jahre lang das Junge Theater. Damit erfüllen beide Damen die Anforderungen der Gesellschafter des Hessischen Landestheater, nämlich Landesbühnenerfahrung und ein besonderer Blick für den Schwerpunkt des Hessischen Landestheater, nämlich die Kinder-und Jugendsparte.

Der Freundeskreis hat den neuen Intendantinnen zur Wahl gratuliert und freut sich auf die Zusammenarbeit ab 2018 in Marburg. Natürlich werden Neuen wie alle Neuen am Haus im neuen Jahr den Mitgliedern des Fördervereins in einem TheaterTalk persönlich vorgestellt.

Die Marburger Theaterfreunde besuchen Aachen

theater-aachenEin Förderverein ist ein deutscher Verein. Also gibt es auch jährlich eine Vereinsfahrt. Diesmal führte die Fahrt nach Aachen, der Stadt Karl des Großen und des Aachener Doms. Doch als Theater-Förderverein stand natürlich im Mittelpunkt der Reise das Stadttheater Aachen. Es wurde 1825 von Bürgerinnen und Bürgern gegründet. Es ist damit eines der ältesten Stadttheater in Deutschland. Der klassische Bau beherbergt Oper und Schauspiel sowie das Orchester. Nach dem obligatorischen Stadtrundgang wurde der Freundeskreis aus Marburg herzlich vom Theater durch Verwaltungsdirektor Udo Rüber und dem ehemaligen Chefdramaturgen Lucas Popovic empfangen. Beide informierten den Förderverein über das Haus und die Theatersituation in Aachen. Natürlich gab es einen großartigen Blick hinter die Bühne bis zum Schnürboden, ca. 20 m über der Bühne. Neben der Besichtigung des renovierten Hauses hatte sich der Freundeskreis aus Marburg natürlich auch mit den Förderern des Theater Aachen verabredet. Das ist die Theaterinitiative Aachen, gegründet im Jahr 2002 und MUTHEA-Mitglied. Die Theaterinitiative will das Theater nach nunmehr über 190 Jahren stärker in der Stadt verankern und einen Beitrag für den Erhalt des Theaters in Aachen setzen. Für das junge Theater in Marburg ein doch erstaunliches Ziel nach der langen Tradition. Im Jahr 2009 startet der Aachener Förderverein gemeinsam mit dem Theater ein ehrgeiziges Projekt. Junge, besonders talentierte Künstler wird ein Jahresstipendium ermöglicht, um den Berufseinstieg zu erleichtern, auch wenn dieser dann weg führt von Aachen. Ein großes intensiver Austausch mit dem 1. Vorsitzenden Prof. Poprawe und seiner Stellvertreterin Dr. Böttcher folgte.

 

Am Abend gab es dann großes Theater mit „Wassa Schelesnowa" von Maxim Gorki. Natürlich umstritten beim anschließenden Ausklang des ersten Tages.

 

Natürlich kommt auch der Freundeskreis nicht an Karl dem Großen und dem Dom vorbei. Das Domkapitel feierte 30 Jahre Dombauhütte und öffnete dazu sämtliche, auch sonst verschlossene Türen des Domes, so dass über 40 Teilnehmer vom legendären Karlsthron bis zum Blick von der sonst geschlossenen Turmspitze über Aachen hinweg den Dom hautnah erleben durften. Ein besonderes Ereignis war am Sonntagmorgen im Hohen Dom zu Aachen das Pontifikalamt zum Domfest mit Aachener Domchor, Mädchenchor am Aachener Dom und den Dombläsern, gehalten durch Weihbischof Dr. Bündgens. Eine Inszenierung der ganz besonderen Art, die alle, unabhängig von ihrer Glaubensrichtung, beeindrucken konnte.

 

Mit zahlreichen, dichten neuen Eindrücken endete die Theaterfahrt des Freundeskreises Hessisches Landestheater Marburg an einem sonnigen Sonntagnachmittag mit dem Versprechen, auch im kommenden Jahr wieder eine Theaterfahrt durchzuführen.

Es wird aber immer schwieriger ein neues Ziel für zwei Tage Wochenende auszusuchen, denn in der jungen Geschichte wurden von Marburg aus bereits aufgesucht: Eisenach, Erfurt, Weimar, Gera/Altenburg, Meiningen, Magdeburg, Braunschweig, Halle, Nordhausen, Karlsruhe, Mannheim, Dortmund, Frankfurt, Wiesbaden, Kassel und Nürnberg.

Aber es gibt allein in der Bundesrepublik Deutschland 83 Opern, damit sind noch einige Ziele offen.

21. Hessische Kinder- und Jugendtheaterwoche (KUSS) am Landestheater Marburg 2016

 

Der Festivalpreis 2016 des Fördervereins geht nach Belgien.

marburg-landestheaterMit dem Theater im Marienbad aus Freiburg startete die 21. Hessische Kinder- und  Jugendtheaterwoche (KUSS) am Hessischen Landestheater in Marburg. „1 2 3 VORBEI“ so hieß das Stück über den Lebenszyklus von Geburt über Jugend, Erwachsensein bis zum Tod.

1 2 3 VORBEI so ging es auch den Zuschauern in dieser Theaterwoche. 18 verschiedene Stücke standen auf dem Spielplan. Doch ehe man richtig angefangen hat, fand die Theaterwoche auch schon ihr Ende mit dem Theaterhaus Ensemble Frankfurt und „das große Buch“.

Dazwischen lagen die Stücke wie z. B. „Jim Knopf und Lucas der Lokomotivführer“ vom Hessischen Landestheater Marburg, „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ vom Überzwergtheater aus Saarbrücken, „Hans im Glück“ vom Das Papiertheater aus Nürnberg, „die Liebe in Zeiten der Cholera“ vom Puppentheater Halle oder „vom ersten Mann, der auf den Mond pinkelte“ vom Spielraum-Theater Kassel.

Eine mehr als bunte Mischung für Kinder und Jugendliche von drei Jahren ab in allen Theaterformaten, die es zu bestaunen gibt von Tanzperformance bis hin zum klassischen Theater.

Und sie alle mussten von der Jury mit und gegeneinander bewertet werden. Der Freundeskreis hat erneut 2.000 € für die beste Inszenierung der KUSS-Woche ausgelobt. Dazu fand sich eine jugendliche Jury von 2 Schülerinnen und 2 Schülern unterstützt durch einen Schauspieler und zwei Mitgliedern aus dem Förderverein.

Den Preisträger zu finden ist angesichts der Vielzahl und der Verschiedenheit der Stücke und Inszenierungen Schwerstarbeit. Das bestätigte die Jury in diesem Jahr sogar ganz besonders, weil man aus ihrer Sicht ein sehr hohes und gleichmäßiges Niveau der der eingeladenen Stücke erleben durfte.

Doch wie jedes Jahr nach heftigen Diskussionen standen die Preisträger fest. Der Vorsitzende des Förderkreises Jürgen Bandte gratulierte dem Stadttheater Kassel mit „Huck Finn“ zum zweiten Preis und dem Theaterhaus Ensemble Frankfurt mit „Patricks Trick“ zum dritten Preis.

Der erste Preis, dotiert mit 2.000 € Preisgeld, ging an die belgische Compagnie Sac à Dos aus Brüssel mit „das Mädchen vom Mond“. Die Comgagnie, bestehend aus zwei Darstellern, faszinierte die Jury mit einem surrealen Spiel mit Puppen und Objekten, das die Zuschauer in eine magische Welt versetzte, in der alles möglich ist, was unsere Welt sonst leider nicht bietet.

Wie immer waren zum Schluss alle einverstanden mit dem Preisträger.

Dabei ist Belgien offensichtlich ein Ort für gutes Kinder- und Jugendtheater. Denn bereits dreimal hat das Agora Theater St. Vith und zuletzt 2013 die Gruppe EA EO mit m² gewonnen. Beide aus Belgien.

Der Förderverein freut sich schon auf den 22. KUSS, die am 17. März 2017 in Marburg startet. 

KUSS – Kuck!Schau!Spiel!

21.Kinder-und Jugendtheaterfestival am Hessischen Landestheater Marburg
marburgEs ist wieder soweit. Zum 21. Mal präsentiert das Hessische Landestheater Marburg wieder eine Woche vom 12.03. bis 19.03.2016 lang die besten Kinder-und Jugendtheaterproduktionen aus Hessen und der ganzen Republik garniert mit den zwei belgischen Stücken „Das Mädchen vom Mond“ der Cie.Sac à Dos aus Brüssel und „Der Stelzenläufer“ der Companie De Maan aus Antwerpen.
Natürlich engagiert sich auch wieder der Freundeskreis des Hessischen Landestheater. Der Förderverein hat erneut den Festivalpreis von 2000,--€ ausgelobt für die beste Inszenierung der Woche. Dazu muss die aus hauptsächlich Schülern bestehende Jury 18 Stücke ansehen und bewerten. Das ist harte Arbeit und es ist auch nicht leicht, wenn zB die Tanz- und Musikperformance „Alles im Eimer“ des Theaters tanzfuchs aus Köln für Kinder ab 3 Jahren oder „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ vom Hessischen Landestheater Marburg für Kinder ab 8 Jahren oder „Zaadgah – Heimat im Kopf“, eine interaktive Performance zum Thema Migration des Kitz Theaterkumpanei aus Ludwigshafen oder „Die Liebe in Zeiten der Cholera“ des Puppentheaters Halle für Jugendliche ab 16 Jahre miteinander verglichen werden müssen. Doch wie in den Jahren zuvor wird es die Jury des Fördervereins schaffen,  am Samstag, den 19.03.2016 den Preis dem einzigen und besten Preisträger zu übergeben.
Aber nicht nur das Kuck! Und das Schau! Stehen in dieser Woche im Mittelpunkt, sondern auch das Spiel! Selbst. In über 100 Workshops können Kinder und Jugendliche erleben und erlernen, was es bedeutet, zu schauspielern, sei es in der Klasse, in der Turnhalle, auf dem Pausenhof oder auch auf der großen Bühne Landestheater, wenn eine Auswahl der Work-shop-Ergebnisse dem Festivalpublikum dargeboten werden.
Der Förderverein freut sich auf eine intensive Woche Kinder-und Jugendtheater in Marburg, gerade auch in einer Zeit in der unsere Gesellschaft droht auseinanderzudriften.

Hessisches Landestheater Marburg – Freundeskreis im Advent

marburgTraditionell steht die Adventzeit nicht nur beim Hessischen Landestheater Marburg ganz im Zeichen des Familienstückes zur Weihnachtszeit. In diesem Jahr feierte gerade das Stück „Die Schöne und das Biest“ von Lucy Kirkwood und Katie Mitchell Premiere für alle Menschen ab 5 Jahre.

Der Förderverein des Hessischen Landestheaters nimmt die Adventszeit zum Anlass, zusammen mit dem Hessischen Landestheater den Fördervereinsmitgliedern Danke für ihre ideelle und materielle Unterstützung im Jahr zu sagen. Dazu werden die Fördermitglieder eingeladen am 4. Advent zu diesem Familienstück. Denn auch die Erwachsenen, schon ein wenig ergrauten Mitglieder nehmen dann gerne diese Einladung wahr, zusammen mit ihren Enkeln, wenn diese nicht sowieso bereits schon durch die zahlreichen Vormittags- und Schulaufführungen das Stück gesehen haben, um sich noch einmal von dem besonderen Zauber des Kinder- und Jugendtheaters einfangen zu lassen.

Es ist immer eine schöne,vorweihnachtliche Atmosphäre, zusammen mit vielen Kindern mit ihren spontanen und emotionalen Regungen im Theater zu sitzen und sich auf das Weihnachtsfest zu freuen.  

Selbstverständlich gibt es im Anschluss an dieses Theaterereignis noch ein gemütliches Beisammensein mit Weihnachtsgebäck und der Leitung des Kinder- und Jugendtheaters des Hessischen Landestheaters Marburg. Hier sucht der Freundeskreis den Austausch mit dem Theater über die Situation des Kinder- und Jugendtheaters Marburg.

Aus Marburg: Frohe und friedliche Weihnachten und ein gesundes neues Jahr 2016 mit viel Theater.

Hessisches Landestheater Marburg: Intendant Matthias Faltz verlängert nicht

Probleme auch für den Förderverein in einer Studentenstadt

matthias-faltzUnmittelbar vor der Saisoneröffnung am 05.09.2015 ließ Intendant Matthias Faltz vom Hessischen Landestheater Marburg verlautbaren, dass er seinen bis 2018 laufenden Vertrag nicht verlängern will. Der Freundeskreis und auch die Gesellschafter des Theaters, insbesondere die Stadt Marburg erfuhren davon aus der Presse.

Matthias Faltz ist seit 2010 Intendant in Marburg. Er hat das Haus von Ekkehard Dennewitz übernommen, der fast 20 Jahre die Inhalte bestimmte. In den letzten fünf Jahren hat Faltz seine Handschrift hinterlassen und viel junges Publikum für das Theater begeistert in der Schüler-und Studentenstadt Marburg. Er hat das Theater in die Stadt zurück geholt.

Aber das Theater ist nicht nur die Studentenstadt Marburg, sondern auch die Stadt der Bürger, die hier dauerhaft leben und arbeiten, auch die Stadt für den ländlich strukturierten Landkreis und die Region insgesamt. Wechselhaftes, nur kurz verweilendes Publikum wie z.B. Studenten, bereitet einem Förderverein, der auf Beständigkeit in der Stadt und Region setzt, Probleme neue Mitglieder zu finden, die dauerhaft zum Theater als Mäzene stehen. Die zusätzliche Unterstützung des Theaters ist sicherlich nicht die erste Aufgabe von Schülern, Studenten und Auszubildenen. Das anerkennen auch wir als Freundeskreis und freuen uns über den Zuspruch. Uns fehlen jugendliche Enthusiasten, villeicht gibt es in anderen Fördervereinen Ideen?

Matthias Faltz will in 2016 die Eröffnung der neuen Stadthalle mit dem kulturellen Mittelpunkt der neuen Stadtgesellschaft mitgestalten, bis 2018 weiter neugierig sein auf die Menschen und dann aufhören in Marburg, wenn es am schönsten ist, so seine Aussagen in der Presse. Neue Aufgaben stehen dem Intendanten bevor. Das Hessische Landestheater Marburg sucht schon jetzt einen neuen Intendanten. Bis dahin wird es drei Jahre spannendes Theater nach Matthias Faltz geben und dann? Natürlich auch Theater, was sonst, denn Theater muss sein!

Hessisches Landestheater Marburg rockt Marburg

marburgZum Spielzeitende ließ das Hessische Landestheater Marburg den Marktplatz vor dem historischen Rathaus beben.

„Cinderella - A Rock'n'Roll fairytale“ frei nach den Gebrüdern Grimm stand auf dem Spielplan des Theatersommers in Marburg. Intendant Matthias Faltz hat mit dem Chefdramaturgen Alexander Leiffheidt ein Open-Air-Spektakel frei nach „Aschenputtel“ als Rockmusical auf die Rathausbühne gebracht. Dank des einmaligen Sommerwetters hatte Cinderella jeden Abend ein ausverkauftes Haus. Faltz und Leiffheidt haben die Brautsuche des Königs im Märchen in unser Heute verlegt. Frei nach bekannten Fernsehproduktionen wie „Bauer sucht Frau“ hieß es in Marburg „Prinz sucht Prinzessin“, eine Casting-Show.

Eine Show, die gewürzt war mit Rock´n´roll-Titeln wie z. B. I love Rock´n´Roll, It's a Man's Man's Man's World, Come on Everybody und Rolling in the Deep von Adele oder Es geht mir gut von Marius Müller Westernhagen bis hin zu Baby, Come back. Die Songs, deren Darbietung und das ganze Sommertheaterambiente - das alles ließ die Zuschauer nicht auf ihren Sitzen zurück. Wunderbare Kostüme, eine fulminante Lichtshow und ein überragendes Jazz-Orchester beeindruckten Augen und Ohren. Das Publikum dankte es mit Standing Ovations. Der Abschluss der Spielzeit, die mit Woyzeck von Tom Waits nach Georg Büchner begann und mit Cinderella endete, zeigte einmal wieder mit welcher Bandbreite das Hessische Landestheater Marburg sein Publikum beglückt.

Schon am 05.09.2015 eröffnet das Hessische Landestheater die neue Spielzeit 2015/2016 mit Nathan der Weise von Lessing. Nach Rock'n'Roll Fairytale sind wir dann wieder in unserer aktuellen Zeit zurück.

20. Hessische Kinder- und Jugendtheaterwoche KUSS - KUCK! SCHAU! SPIEL! in Marburg

Festivalpreis des Freundeskreis Hessisches Landestheater Marburg

 
marburg

Das Hessische Landestheater Marburg lud Anfang März 2015 zur 20. KUSS-Woche ein – KUCK! SCHAU! SPIEL! In dieser Woche wurde an sieben Tagen von morgens bis abends nationales und internationales Kinder- und Jugendtheater geboten. Gleichzeitig traf sich die Länderarbeitsgemeinschaft (LAG) Südwest, also der Zusammenschluss der professionellen Kinder- und Jugendtheater in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Für den Vorstand und die Sprecher der regionalen Arbeitskreise des Verbandes der Kinder- und Jugendtheater in Deutschland ASSITEJ e.V. war die 20. Premiere des Festivals Anlass zu einem Arbeitstreffen zum Thema „Generationswechsel: next generation“.

Das war auch das Thema der Theaterwoche. Dazu hatte Marburg nicht nur die hessischen, rheinland-pfälzischen und saarländischen Theater eingeladen, sondern wie in den Jahren zuvor war Marburg auch international. Das Schweizer Theater Winterthur & Theater für ein wachsendes Publikum präsentierte „Johannes und Margarethe“, das AGORA Theater St. Vith aus Belgien zeigte „Die Harmonie der Gefiederten“. Aus Logrono in der Region Rijoa in Spanien zeigte Compania El Patio Theater ohne Worte mit „A mano – Von Hand gemacht“. Den Schlusspunkt setzte wieder die Schweiz mit dem Vorstadt-Theater Basel und „Bambi“. Daneben waren das Stadttheater Gießen, das Comedia Theater Köln, das theater die stromer aus Darmstadt, das Theaterhaus Ensemble in Frankfurt, Anna Konjetzki aus München, theater überzwerg aus Saarbrücken, Schauburg-Theater der Jugend aus München, Möööp Theater-Produktionen aus Frankfurt und das Theater GrueneSosse aus Frankfurt neben dem Hessischen Landestheater mit Produktionen vertreten. Also ein absolut nationaler Überblick über die Kinder -und Jugendtheaterszene mit allen verschiedenen Formaten war in Marburg eine Woche Programm natürlich vor ausverkauften Haus.

Aber es heißt nicht nur SCHAU!, sondern auch SPIEL!. Denn neben den Inszenierungen gab es über 100 Workshops in Schulen mit 1.600 Schülerinnen und Schüler, in denen die Jugend sich selbst darstellte. Das war eine ungeheure Erfahrung zur Erweiterung des eigenen Selbstbewusstsein für diejenigen, die daran teilnehmen konnten.

Aber auch der Marburger Freundeskreis war involviert. Denn er lobt regelmäßig den Festivalpreis in Höhe von 2.000€ für die beste Produktion der Woche. Eine Jury aus Schülerinnen und Schülern bewertete alle Stücke und am Ende stand der Sieger fest: „Compania El Patio aus Spanien mit „A mano - Von Hand gemacht“ für Menschen ab 6+. Die Freude der freien Compania aus Spanien, die bei der Preisverleihung persönlich zugegen war, war riesengroß, denn sie hatten bis dahin gar nicht gewusst, dass es überhaupt einen Festivalpreis gibt und dazu auch noch in dieser Höhe!

Der Freundeskreis schaut zurück auf ein überaus gelungenes Festival!



Verschenken Sie Mäzenatentum!

Freundeskreis Hessisches Landestheater Marburg ruft seine Mitglieder auf:  "Verschenken Sie Mäzenatentum!"
marburgDie Mitgliederwerbung für Fördervereine ist ein schwieriges Geschäft! Wir alle in Muthea diskutieren jedesmal, wie wir unseren Auftrag weitergeben. Das ist insbesondere für die kleinen Theater schwierig, die sich um ihr Publikum als Förderer bemühen. Die persönliche Ansprache ist meistens entscheidend.
Denn treue Theaterbesucher sind eigentlich per se die Förderer des Theaters, schon weil sie Theater regelmäßig besuchen. Der kleine Schritt zum Mitglied im Förderverein, zum Mäzen, zum politischen Multiplikatorn ist dann doch manchmal weit. Doch die zusätzliche Positionierung ist ein wichtiges politisches Zeichen.
Wir vom Freundeskreis Hessisches Landestheater rufen deshalb unsere Mitglieder regelmäßig auf, die eigenen Kinder, Verwandten, Freunde mit denen man auch das Theater besucht, diesen kleinen schritt zum Förderer zu gehen, indem man diesen nahestehenden Personen eine Mitgliedschaft schenkt. Das ist ein Geschenk für die, die schon alles haben, aber auch ein Geschenk, das sich mit jedem Rundschreiben des Fördervereins bis zum nächsten Datum immer in Erinnerung bringt, also an den Schenker denken lässt.
Wir finden dies eine gute Option, leider müssen wir eingestehen, dass die Resonanz eher gering ausfällt, noch.
Vielleicht stößt diese Idee bei anderen Fördervereine auf eine bessere Resonanz?"

Das Hessische Landestheater plant furiosen Saisonstart 2014/2015

marburgKeine Angst! So lautet das Motto der Spielzeit 2014/2015 des Hessischen Landestheaters Marburg. Soll das Leben gelingen müssen wir es lieben. Klingt einfach, ist es aber nicht! Denn unsere Angst macht dieses Gelingen (und das Lieben) oft unmöglich. Oft beherrscht sie uns, legt die Gedanken lahm, zerstört Vertrauen, macht uns mutlos und krank. Wie entsteht, wie vermeiden, wie überwinden, wie akzeptieren wir unsere Angst und vor allem wofür ist sie gut?

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Marburg, ein Sommernachtstraum

Open-Air-Spektakel von William Shakespeare

Sommer-AmA-66 inDas Hessische Landestheater Marburg beendet die Spielzeit 2013/2014 mit dem Marburger Theatersommer. Im Mittelpunkt des Marburger Theatersommers steht das Open-Air-Spektakel von William Shakespeare „Ein Sommernachtstraum“ in der Inszenierung von Ge-rald Gluth-Goldmann auf der Bühne von Martin Fischer und in den Kostümen von Andrea Eisensee.

Rechtzeitig zum Sommerabendbeginn, nämlich ab Donnerstag, den 05. Juni 2014 spielt das Hessische Landestheater vor dem historischen Rathaus im Herzen der Stadt Marburg. Ach, die Liebe. Wir jagen ihr nach, suchen, vermissen, verlangen sie – und dabei ist sie doch über-all? Nur meistens nicht da, wo sie sein sollte. Irrungen, Wirrungen und ein Happyend. Das ist der Sommernachtstraum, die Mutter aller romantischen Komödien. Aber unter der vergnügli-chen Oberfläche schlummert eine abgründige Geschichte über den unerbittlichen Kampf der Geschlechter. Regisseure Gerald Gluth-Goldmann überträgt Shakespeares ewig junge Ko-mödie ins Heute und entwirft dabei sensationell bezaubernde Bilder. Denn auf dem Marktplatz in Marburg wird aus dieser Meisterkomödie ein rasantes Spektakel über Liebeslust und –Leid im  21. Jahrhundert.

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Hessisches Landestheater Marburg – Chancen durch Umbau

Theater-Marburg-InterimDas Hessische Landestheater Marburg befindet sich in einer Umbauphase. Die Stadthalle in Marburg, das Erwin-Piscator-Haus, wird vollständig neu gestaltet und umgebaut. Der Theatersaal in Marburg fällt deshalb für zwei Jahre aus. Lange hat das Hessische Landestheater zusammen mit dem Freundeskreis auf eine Ersatzspielstätte gedrängt. Doch in der Stadt der Universitätsdenker, der Schüler und des Klinikums auf den östlichen Lahnbergen, der pharmazeutischen Industrie auf den westlichen Lahnbergen finden sich nicht so leicht die richtigen leerstehenden Industriehallen, die vielerorts als Ersatzspielstätte für jeweils ein spannendes und neues Ambiente auf Zeit sorgten.

Doch nun ist es gelungen in der Nähe des Theaters - Am Schwanhof - eine Automobil-Ausstellungshalle nebst Reparaturwerkstatt anzumieten und umzurüsten. Dort, wo im Erdgeschoss die neuesten Pkw-Modelle ausgestellt waren, wandelt nun das Theaterpublikum sichtbar für die Welt hinter Glas vor, während und nach den Aufführungen im Foyer. Dort, wo die Fahrzeuge repariert wurden, wird nun die Welt repariert, also die Stücke gespielt auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Kahl und klar gegliedert gibt sich die Reparaturabteilung als Theaterraum. Die erste Premiere war „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“ von Berthold Brecht. Natürlich passen Stück und Inszenierung wunderbar in diese von vier Wänden umgebene Reparaturwerkstatt. Das war Berthold Brecht authentisch in den Schlachthöfen. Es floss dementsprechend auch viel Theaterblut.

Der Künstler Thorsten Holger Schlopsnies hat den Vorraum zur Bühne mit einem Installationsprojekt künstlerisch gestaltet: „Vom Fuhrwerk zum Kunstwerk“. Ein Teilchenbeschleuniger à la CERN, der die Zuschauer zwischen Chaos und Ordnung mit dem Taxi der Vernunft in den High-End-Bereich des Kunstbetriebes führt, dem allabendlichen Schauspiel.

Es ist ein gelungener Auftakt in der Ersatzspielstätte „Galeria Classica“.

Theater ist eben dort, wo Theater gespielt wird!

Das Erfolgsstück der vergangen Spielzeit am Hessischen Landestheater Marburg „The Blues Brothers - A Tribute“ wurde gleichfalls in die  Galeria Classica versetzt und zwar mit großem Erfolg. Die nächste Premiere ist im Februar 2014 mit „Warteraum“ von Oliver Kluck. Marburg ist spannend!

Frühstart im Hessischen Landestheater Marburg

marburgDie Theaterferien im Hessischen Landestheater Marburg endeten offiziell am 22.08.2013. Damit waren 6 Wochen Theaterferien vorüber. Ohne lange Vorbereitung startete das Hessische Landestheater im September durch. Die Premieren waren vorbereitet und 3 neue Stücke sind inzwischen im September 2013 schon abgearbeitet.

 

Intendant Matthias Faltz eröffnete mit einer sehr auf Musik konzentrierten Fassung von „Michael Kohlhaas“ nach Heinrich von Kleist am 07.09.2013 die Saison. Wegen der Umbauarbeiten an der Stadthalle, dem Erwin-Piscator-Haus in Marburg-Mitte, ist das Theater für die nächste Zeit auf eine Ausweichspielstätte angewiesen. Eine davon ist die lutherischen Pfarrkirche in Marburg. Hier hinein versetzt Matthias Faltz mit Orgelmusik und Perkussion von Uwe Maiborn und Olaf Pyras in dem fulminanten Lichtdesign für den Kirchenraum von Rene Liebert und Andreas Mihan, seinen großartigen Auftakt.

 

Dem Auftakt folgte Rainer Werner Fassbinder „Warum läuft Herr R. Amok“ in der Regie von Christian Fries. Eine gewiss ganz andere und etwas sprödere Geschichte nach dem Film von Fassbinder zurzeit der RAF und des Wirtschaftsaufschungs.

Schließlich hatte jetzt am 29.09.2013 Berthold Brecht Premiere mit „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“. Regie führte hier Marc Becker, für die Bühne zeichnete Harm Naaijer Verantwortung und die Kostüme gestaltete Alin Pilan. Seit der Krise im Jahr 2008 ist dieses Brecht-Stück wieder ein Dauerbrenner in der Theaterlandschaft, deshalb auch vom Hessischen Landestheater umgesetzt. Damit wird in Marburg die vor 3 Jahren gestartete Brecht-Reihe mit dem Regisseur Stephan Suschke, dem ehemaligen Intendanten des Berliner Ensembles, der „Baal“ „Der gute Mensch von Sezuan“ und „Fatzer“ auf die Bühne in Marburg brachte. Nun „die heilige Johanna der Schlachthöfe“ als konsequente Fortsetzung der Brecht-Inszenierung. Stephan Suschke ist inzwischen Schauspielleiter im Main-Franken-Theater in Würzburg, sodass er nicht mehr zur Verfügung stand. Marc Becker ist eine gelungene Nachfolge zu bescheinigen. Denn es war ein blutiger Abend, dem Schlachthof entsprechend, der die Sinn-Frage stellte, inwieweit Gutes (Religion/Heilsarmee) dem Kapitalismus etwas entgegen zusetzen hat. Aufführungsort war nicht ein Schlachthof, sondern ein ehemaliges Autohaus, das ebenfalls als Ausweichspielstätte dem Hessischen Landestheater nun dienen muss. Drei Premieren in einem Monat, das forderte auch die Marburger Theaterzuschauer. Der Förderverein unterstützte dieses noch im September, in dem er Probenbesuche zu „Warum läuft Herr R. Amok“ und „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ anbot. September war Theater!

 

Schon im Oktober geht es weiter mit „Der Biberpelz“ von Gerhard Hauptmann in der Regie von Mark Wortel. Prämiere ist am 26.10.2013. Das Marburger Publikum ist gespannt. Der Förderverein bietet auch dazu einen Probenbesuch an. 

18. Hessische Kinder-und Jugendtheaterwoche

KUSS WEBDas Hessische Landestheater Marburg veranstaltete zum 18. Mal die Hessische Kinder-und Jugendtheaterwoche "Kuck!Schau!Spiel!" - KUSS. Eine Woche lang gehörte das Theater in Marburg ganz den Kindern ab einem Jahr und den Jugendlichen bis sechzehn Jahren und allen anderen Junggebliebenen. Insgesamt 18 Inszenierungen vom "Elephant Walk" aus Frankfurt für die ganz Kleinen ab 1, über "Kish Kush" des Teatro Distino aus Valenza (Italien) ab 3, über "Fluchtwege" des theater überzwerg aus Saarbrücken ab 9 bis hin zu "Orpheus" des Stadtheater Gießen ab 8 oder "Anne Frank" des Jungen Staatstheaters Kassel ab 13 reichte die Palette der Stücke.

 

Schwerpunkt in diesem Jahr war das Thema "Sprachlose Welt - Performance im Kindertheater". Denn die Landesarbeitsgemeinschaft Südwest der Kinder- und Jugendtheater aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland koordiniert parallel unter dem Dach der ASSITEJ (Internationale Vereinigung der Kinder-und Jugendtheater) die regelmäßig anlässlich des Festivals stattfindende Diskussions- und Fortbildungswoche. Im Zeichen der Thematik standen dann auch die Eröffnung und das Ende des Festivals. Die compagnie EA EO aus Wevelgem (Belgien) zeigte mit "M²" eine Jonglage-Performance und die compagnie Arcosm aus Paris (Frankreich) beendete das Festival mit Tanztheater "Traverse".

 

Der Freundeskreis des Hessischen Landestheater hatte zum 16. Mal den Preis von 2000,--€ für die beste Inszenierung der Woche ausgelobt. Eine authentisch besetzte Jury aus sechs Jugendlichen im Alter von 9-17 Jahren gepaart mit dem Schauspieler Florian Federl und den Mitglieder des Fördervereins Brigitte Hauswaldt und Bärbel Rutz sahen alle Stücke, diskutierten die Inszenierungen und krönten zum Schluss "M²" der compagnie EA EO aus Wevelgem zum Preisträger vor "Gegen den Fortschritt" des Consol Theaters aus Gelsenkirchen und "Anne und Zef" des Theaterhaus Frankfurt.

 

Aber nicht nur Kuck! Schau! steht regelmäßig auf dem Plan, sondern auch Spiel!. In über 80 workshops wurde in Schulen das aktive Spiel angeboten und angenommen. Die Ergebnisse der workshops wurden dann auch auf der Bühne präsentiert.

 

Der Freundeskreis des Hessischen Landestheaters freut sich auf den 19.Geburtstag von "Kuck!Schau!Spiel" KUSS 2014!

Wachsende Besucherzahlen in Hessen

Hessische Theater auf Erfolgskurs

Weiter wachsende Besucherzahlen

14. Januar 2013. Viele Theater in Hessen vermelden einen starken Besucherzuwachs. Das berichtet heute die Regionalausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dabei bezieht sich das Blatt auf eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa, der zufolge allein das Schauspiel Frankfurt von September bis Ende Dezember 2012 etwa 5000 Besucher mehr als im Vorjahreszeitraum zählte.

Auch das Landestheater Marburg hat, wie zu lesen ist, der Umfrage zufolge im vergangenen Jahr mit rund 45.000 Zuschauern mehr Menschen als 2011 angezogen. Auch das Staatstheater Darmstadt stoße, so die FAZ, wieder auf größeres Interesse. In der Spielzeit 2010/2011 sei die Zahl der Zuschauer noch rückläufig gewesen. In der Spielzeit 2011/2012 hat sich laut FAZ die Zahl der Besucher um rund 22.000 auf fast 270.400 erhöht.

Das Stadttheater Gießen rechnet, wie ebenfalls mitgeteilt wird, auch in der laufenden Spielzeit mit wachsenden Besucherzahlen. Bereits in den vergangenen zehn Jahren seien die Besucherzahlen um 47 Prozent gestiegen. Vor allem der zeitgenössische Tanz im Großen Haus habe einen enormen Zuwachs erlebt.

 

Neues aus dem Hessischen Landestheater Marburg

Die Saison 2012/2013 läuft auch in Marburg auf die Halbzeit hin. Am 01.12. hatte das Familienstück zur Weihnachtszeit „Des Kaisers neue Kleider" nach Hans Christian Andersen in einer Adaption von Anette Pfisterer und Fabian Sattler Premiere. Schon im jugendlichen Alter werden die Kinder auf Modemarken getrimmt und oft wird der Satz zitiert:

„Ich habe nichts zum Anziehen!"

Deshalb ist der Kaiser in Marburg also nicht alt und arrogant, sondern er ist jung und steht vor den Problemen der heutigen Jungend, die nichts zum Anziehen hat, aber auf jeden Fall mit hohen Ansprüchen der Mitmenschen konfrontiert wird. Eine tiefsinnige und amüsante Version des Andersen Märchen flittert also aktuell über die Bühne des Hessischen Landestheaters Marburg. Mehr als 10000 Kinder, Jugendliche und Eltern warten schon auf dieses Stück, denn nahezu alle Vorstellungen sind ausverkauft.

Schon der Start in die Saison 2012/2013 präsentierte den Zuschauern einen anderen Blick auf vermeintlich Bekanntes.

Die Dreigroschenoper von Berthold Brecht in der Inszenierung des Intendanten Matthias Faltz steckte eine Frau (Oda Zuschneid) in den Anzug des Gangsterbosses Macheath, genannt Mackie Messer. Zuschneid verlieh dem Gangsterboss naturgemäß einen feminin, subtilen Charakter und löste die Zuschauer vom üblichen Klischee der maskulinen Gewalt, sicherlich ganz im Sinne des Verfremdungskünstlers Berthold Brecht. Das gesamte Ensemble lieferte eine großartige Aufführung ab.

Zwischen diesen beiden Spannungspolen liegen Stücke-Klassiker wie „Macbeth" von Shakespeare in der Regie von Frank Panhans, die Uraufführung von „Naked Short Selling – Leerverkauf ohne Deckung" von Hans-Jörg Betschart oder „Mamma medea" von Tom Lanoye in der Regie von Andre Rößler. Ein Ausflug an das Hessische Landestheater auch im neuen Jahr, also in der zweiten Hälfte der Spielzeit lohnt sich auf jeden Fall angesichts der breiten Palette, die das Haus bietet. Die „Oberhessische Provinz" ist sehr aktiv, wie auch die aktuellen Interviews der Intendanten von Gießen, Frau Catherine Milville und von Marburg Matthias Faltz in der November-Ausgabe der Deutschen Bühne belegen.

Theaterzelt in Marburg?

erwin-piscator-hausIn Marburg wird die Stadthalle umgebaut. Die Stadthalle ist eine zentrale Spielstätte für das Hessische Landestheater Marburg. Aus diesem Grund meldet sich der "Freundeskreis Hessisches Landestheater" mit einem Offenen Brief an Rat und Verwaltung der Stadt:

 

Der Förderverein des Hessischen Landestheater Marburg begrüßt den Umbau der Stadthalle, dem heutigen „Erwin-Piscator-Haus", vielleicht nach dem Umbau nur noch „Piscator-Haus", weil griffiger klingt. Die Stadthalle entwickelt sich damit zum zentralen Theaterhaus im Herzen von Marburg.

 

Der Freundeskreis hat die neue Konzeption bereits im November 2011 zusammen mit Baudirektor Rausch, Architekt Hess und Dr. Richard Laufner und Intendanten Matthias Faltz im Theater öffentlich vorgestellt. Damals blieben zwei Fragen offen, die einer dringenden Klärung bedurften:

 

1. Was passiert mit dem Theatersaal in Bezug auf seine schlechte Akustik und veraltete Technik?

2. Wo bleibt das Hessische Landestheater Marburg mit seinen großen Produktionen während der Umbauphase?

 

Darüber sollte intensiv ab November 2011 nachgedacht werden.

 

In der Jahreshauptversammlung des Fördervereins am 18.06.2012 teilte Intendant Matthias Faltz mit, dass es noch keine endgültigen Antworten gäbe.

 

Der Förderverein hat deshalb beschlossen, die Stadt Marburg aufzufordern,

 

1. den Theatersaal im Piscator-Haus im Rahmen des Umbaus technisch zu sanieren,

 

2. dem Hessischen Landestheater Marburg durch ein Theaterzelt während der Umbauphase eine Spielstätte im Herzen von Marburg zu ermöglichen.

 

Eine erste Reaktion kam überraschend und prompt. Denn in der Vorstellung des Umbaukonzeptes im Rahmen des Stadtforums am 20. Juni 2012 sagte OB Vaupel die Perfektionierung des Theatersaales öffentlich zu, Architekt Hess sprach von neuer akustischer Verkleidung, neuer Lichttechnik und Bestuhlung. Die Oberhessische Presse berichtete über beide Veranstaltungen (OP 19.06 und 21.06.2012).

 

Die Forderung des Freundeskreises an die politisch Verantwortlichen bleibt bestehen, nämlich für die technische Sanierung des Theatersaales, insbes. bezüglich Akustik und Lichtanlage sowie für das Theaterzelt zu sorgen und wird mit diesem offenen Brief mit Nachdruck gefordert.

 

Die Zeit eilt. Das Hessische Landestheater Marburg plant schon für die Spielzeit 2013/2014. Der älteste und größte Kulturbetrieb in der Stadt Marburg mit 65 Arbeitsplätzen, der über Marburg hinaus ein großes Ansehen genießt, muss auch in der Umbauphase inmitten von Marburg vertreten sein. Produktionen wie zuletzt „Emil und die Detektive" mit 14000 Zuschauern von 6 bis 99 Jahren oder die „Buddenbrooks" mit Thomas Held in ausverkaufter Stadthalle oder in der neuen Spielzeit die „Dreigroschenoper" müssen auch in der Umbauphase möglich sein. Im Theater am Schwanhof lässt sich solches Theater nicht realisieren. Es bedeutet den Niedergang des Theaters in Marburg, wenn es für zwei Jahre nur auf seine am Rande der Stadt liegenden beiden kleinen Theatersäle beschränkt bliebe.

 

Der Freundeskreis Hessisches Landestheater Marburg fordert also die technische Sanierung des Theatersaales und ein Theaterzelt im Zentrum der neuen Stadtgesellschaft, auf jeden Fall eine interessante Spielstätte während der Umbauphase.

Theaterstart am Hessischen Landestheater Marburg

landestheater-marburgMit drei Premieren eröffnete das Hessische Landestheater Marburg die neue Spielzeit im September 2011.

 

„Hier geblieben" heißt das neue Klassenzimmerstück, das mobil in Schulklassen vor Schülern ab der 7. Klasse aufgeführt wird. Es beschäftigt sich mit den Abschiebepraktiken in Deutschland. Im Unterricht in ihrem Klassenzimmer werden die Schüler mit der Abschiebung einer Mitschülerin nach Bosnien, die mitten aus dem Mathematikunterricht in Abschiebehaft abgeholt werden soll, konfrontiert. Das Autorenkollektiv Bruns, Grazewicz, Lauke haben einen authentischen Fall für die Bühne erarbeitet. Regisseur Marcel Franken setzt das Drama für eine Schulstunde mit Gergana Muskalla, Oda Zuschneid und Charles Toulouse um.

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16. Hessische Kinder- und Jugendtheatertage in Marburg vom 26.03. bis 02.04.2011

Es ist wieder soweit. Die besten regionalen und überregionalen Kinder- und Jugendtheaterinszenierungen treffen am Landestheater am 26.03. bis zum 02.04.2011 auf das Marburg Publikum.

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Neuer Intendant

Theater lebt vom Wechsel, auch vom Intendantenwechsel. Ekkehard Dennewitz ist in den wohlverdienten Unruhestand verabschiedet worden. Matthias Faltz aus Wiesbaden leitet nun die Geschicke des Theaters in Marburg.

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Marburg: Kinder- und Jugendtheaterwoche

15. Kinder- und Jugendtheaterwoche 2010 am Hessischen Landestheater Marburg

Die 15. Hessische Kinder- und Jugendtheaterwoche 2010 lief im März über die Bühnen des Hessischen Landestheater Marburg.

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