MUTHEA e.V.

Bundesvereinigung deutscher Musik- und Theaterfördergesellschaften

München

Jubiläum: Der Kurt-Meisel-Preis wird zum 20. Mal im Residenztheater vergeben

theaterpreis-muenchenAm Sonntag, 09. Juli, verleiht der Freundeskreis des Residenztheaters zum 20. Mal den Kurt-Meisel-Preis und zum 34. Mal die beiden Förderpreise an Ensemblemitglieder des Theaters. Seit 1997 würdigt der Verein, der die Arbeit des Residenztheaters in vielerlei Hinsicht unterstützt, damit herausragende künstlerische Leistungen.

Stefan Meissner, Vorsitzender des Vereins der Freunde des Residenztheaters: „Die alljährliche Vergabe unserer Preise, die echte, durch Abstimmung unter den Abonnenten und Freunden des Residenztheaters ermittelte Publikumspreise sind, ist für uns ein sehr wichtiger Bestandteil der Unterstützung und Förderung des Residenztheaters und eines Ensembles. Dabei spielt natürlich nicht nur der finanzielle Aspekt, sondern auch die besondere Art der Anerkennung der schauspielerischen Leistungen durch die Publikumsabstimmung eine wichtige Rolle."

Benannt ist der mit 5.000 Euro dotiert Kurt-Meisel-Preis nach dem 1994 verstorbenen Regisseur, Schauspieler und Intendanten des Bayerischen Staatsschauspiels. Seit 1983 vergibt der Freundeskreis zusätzlich dazu die jeweils mit 3.000 Euro dotierten Förderpreise für zwei junge Mitglieder des Ensembles.

Zu den Preisträgern des Kurt-Meisel-Preises zählten in den vergangenen beiden Jahrzehnten Schauspieler wie Oliver Stokowski, Anna Schudt, Cornelia Froboess, Bibiana Beglau oder Sophie von Kessel. Auch in diesem Jahr dürfen sich die Besucher der Preisverleihung am 09. Juli auf ein spannendes Bühnenprogramm des Ensembles freuen, das wie in den Jahren zuvor bis zum Schluss eine Überraschung bleibt.

„Das sind die schönsten Preise, die vom Publikum kommen, von den Stammzuschauern, die lange die Arbeiten verfolgen, und das ist natürlich eine große Ehre."
Bibiana Beglau, Kurt-Meisel-Preisträgerin 2012, in Helmut Markworts Sonntags-Stammtisch im Bayerischen Fernsehen am 22. Juni 2014.

Weitere Infos zu den bisherigen Preisträgern finden Sie hier:

http://www.freunde-des-residenztheaters.de/förderung/kurt-meisel-preis/ 

Schauen Sie auch auf unserer Facebook-Seite vorbei:

https://www.facebook.com/Residenztheater.Freunde/ 

Kooperation mit dem Goethe-Institut

Weltbuehne Syrien-257 1Ab dieser Spielzeit startet das Residenztheater unter dem Titel "Welt / Bühne" in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und unterstützt vom Verein der Freunde des Residenztheaters im Marstall eine neue Veranstaltungsreihe internationaler zeitgenössischer Dramatik.

In der ersten Ausgabe "Welt / Bühne I" am 5. November 2016 wurden in szenischen Lesungen Texte der syrischen Autoren Mudar al Haggi, Wael Kadour und Mohammad Al Attar im Marstall vorgestellt. Allen drei Stücken ist immanent, dass ihr Autor Teil der Handlung wird. Die Involvierung in die beschriebene Situation, der Versuch über neutrale Identifikationsfiguren dem fremden Zuschauer den Eintritt in die wirre Erfahrungswelt des Bürgerkriegs zu ermöglichen, erscheint hier als zentrales Element.

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Neuer Intendant und neuer Vorsitzender in München

Rückblick auf das vergangene Theaterjahr

 

bayerisches-staatsschauspielEine bewegte und spannende Theatersaison 2011/12 liegt hinter uns. Mit dem Antritt des neuen Intendanten Martin Kušej kam es zu einer – bei einem Intendantenwechsel allgemein üblichen und regelmäßig gewollten – künstlerischen Neuausrichtung unseres Residenztheaters. Der Großteil eines gewohnten und liebgewonnenen Ensembles wich neuen, aber z.T. auch bereits bekannten oder auf unserer Bühne gerne wiedergesehenen, in jedem Fall aber herzlich willkommenen Gesichtern. Ein komplett leergeräumter Spielplan machte Platz für Neues, Unbekanntes. Andere, ungewohnte Handschriften prägten die Inszenierungen.


Programmhefte, der „philosophische Unterbau", wurden dünner, der „Wintergarten" zur „Zur schönen Aussicht", die Wände im Foyer kahler. Viel Neues, je nach Standpunkt des Betrachters Besseres, Schlechteres, Anderes also. Für diejenigen, die sich offen und unvoreingenommen darauf eingelassen haben, gab es interessante Inszenierungen, wunderschöne Theatermomente, spannende Situationen, ungewohnte Gegensätze, aber – natürlich – auch das ein oder andere Ärgernis, manche Verunsicherung, die ein oder andere Provokation
und so manches Kopfschütteln. All diese Empfindungen und Wertungen sind subjektiv, und dass nicht alles allen gefiel, versteht sich von selbst. Über Geschmack lässt sich (nicht) streiten, doch nur den Massengeschmack zu bedienen ist so wenig Aufgabe des Theaters, wie zum unbeachteten Selbstzweck zu verkommen.


Irgendwo in der Mitte zwischen diesen beiden Polen liegt die Wahrheit und diese Mitte will in der jeweiligen Konstellation zwischen Theatermachern und Publikum erst gefunden und dann kontinuierlich ausbalanciert sein. Dazu bedarf es des Dialogs und – Theater ist ein eher langsames Medium – der nötigen Zeit und Geduld. Zeit und Geduld mit unserem Theater – unseren Freunden – zu haben, ist unsere Aufgabe – wie es sich für Freunde gehört. Und dass Martin Kušej der Dialog mit dem Publikum, und insbesondere mit uns als besonders engagiertem Teil des Publikums, sehr wichtig ist, hat er bereits mehrfach, zuletzt auf unserer Mitgliederversammlung, bekräftigt. Lassen Sie uns dieses Angebot aktiv annehmen und den Dialog von unserer Seite dabei immer offen und sachlich führen. Mit einem offenen Ohr für Hintergründe und Erklärungen zum Bühnengeschehen und konstruktivem Feedback zu dem, was wir bei unseren Theaterbesuchen erleben und empfinden, können wir einen wichtigen Beitrag zum besseren gegenseitigen Verständnis leisten.


Mitgliederversammlung und Neuwahlen des Vorstands

 

Am 8. Juli 2012 fand unsere alljährliche Mitgliederversammlung – leider und insbesondere vor dem Hintergrund der Neuwahlen des Vorstands unter geringer Beteiligung der Mitgliedschaft – statt. Über die behandelten Themen gibt Ihnen das beiliegende Protokoll Auskunft. An dieser Stelle möchte ich lediglich kurz auf den weitreichenden Wechsel im Vorstand eingehen.
Unser Vorsitzender, Herr Dr. Horst Avenarius, seine Stellvertreterin, Frau Ingrid Graber, die Schriftführerin, Frau Dr. Sigrid Schwab, der Schatzmeister, Herr Hans-Werner Zeschky, und der Beisitzer und ehemalige Vorsitzende, Herr Kurt Baiker, haben ihre Posten, z.T. nach jahrzehntelanger tatkräftiger Tätigkeit im Vorstand und für den Verein, niedergelegt. Ihnen allen gebührt unser herzlichster Dank für ihr großes Engagement und ihre Verdienste für unseren Verein!

 

Besonders danken möchte ich Herrn Dr. Avenarius. Er hat mit seiner ruhigen und ausgleichenden Art unseren Verein in den letzten drei Jahren mit einer immer klaren Zielrichtung geleitet und uns durch die schwierige Phase des Intendantenwechsels, die auch für uns ein spannendes Ereignis war, mit sicherer Hand geführt. Dies und seine eloquente und immer auch unterhaltsame Art, uns bei Veranstaltungen zu begrüßen, eine Laudatio zu halten oder die Mitgliederversammlung zu bestreiten, war – und ich bin mir sicher, da spreche ich für uns alle – immer ein großes Vergnügen und eine Bereicherung.

 

Stefan Meissner

Verein der Freunde des Bayerischen Staatsschauspiels e.V.

 

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