MUTHEA e.V.

Bundesvereinigung deutscher Musik- und Theaterfördergesellschaften

Karlsruhe

10.000 Unterschriften an den Oberbürgermeister

karlsruhe-unterschriftenGesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters übergibt 10.000 Unterschriften an den Oberbürgermeister 

Eine bundesweite Welle der Unterstützung lief 2016 an, als bekannt wurde, dass die anstehenden Sparmaßnahmen der Stadt Karlsruhe das Badische Staatstheater in seiner Substanz gefährden könnten.

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Aktionen gegen die Sparmaßnahmen

karlsruhe-staatstheater-photoIm April diesen Jahres wurden im Gemeinderat der Stadt Karlsruhe weitreichende auch die Kultur betreffende Sparmaßnahmen beschlossen. So soll das Staatstheater in den nächsten 5 Jahren 6 Millionen Euro einsparen. Das künstlerische Niveau des Hauses könnte somit nicht aufrecht erhalten werden. Es droht sogar eine Spartenschließung. Der Vorstand der Theaterfreunde hat sofort reagiert und Protestaktionen gestartet. Die Petition gegen die geplanten Sparmaßnahmen wurde bisher von über 11000 Menschen unterschrieben ( online und auf Listen ). Wir werden bis zur endgültigen Entscheidung im November 2016 unsere Aktion fortsetzen.

Offener Brief der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters an den Karlsruher Gemeinderat

 

karlsruhe

 

Aktuelle Probleme

Beschluss zur Haushaltskonsolidierung durch den Karlsruher Gemeinderat

daran gekoppelt: Kürzung der Förderung durchs Land in gleicher Höhe

= > 11 Millionen € weniger Etat in den kommenden 6 Jahren

Unsere Maßnahmen

•Offener Brief an den Karlsruher Gemeinderat

•Unterschriften-Aktion in der Kassenhalle des Theater

•Online-Petition unter www.change.org

 

Offener Brief der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters Karlsruhe als Reaktion auf die angekündigten Sparbeschlüsse

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Jahresschrift der Karlsruher Staatstheaterfreunde

karlsruheDie Freundeskreise der deutschen Theater sind in erster Linie Fördervereine, die finanziell die künstlerischen Aufgaben ihres jeweiligen Hauses unterstützen.

In Karlsruhe brachte eine kürzlich durchgeführte Befragung aller Mitglieder unserer Gesellschaft ein großes Informationsbedürfnis zum Ausdruck: Wie werden die zur Verfügung stehenden Mittel detailliert eingesetzt und wer entscheidet darüber? Daraufhin beschloss der Vorstand, diese Daten und Entscheidungsprozesse in einer Jahresschrift den Mitgliedern darzulegen.

Unter der redaktionellen Leitung der stellvertretenden Vorsitzenden Katrin Lorbeer entstand so die Erstausgabe von „Der Musengaul“ – rechtzeitig zur Mitgliederversammlung im Oktober 2015.

Neben detaillierten Angaben über die finanzielle Unterstützung des Theaters finden sich in der ansprechend gestalteten Jahresschrift auch Berichte über die Aktivitäten des Freundeskreises, zahlreiches Bildmaterial sowie Statements der Theaterleitung.

Das Echo war insgesamt sehr positiv. Daher plant der Vorstand auch für die kommenden Jahre diese Schrift herauszugeben, um bei den Mitgliedern weiterhin für größtmögliche Transparenz zu sorgen.

Link zur Jahresschrift: http://www.theaterfreundekarlsruhe.de/download/GdFDerMusengaul2015.pdf

Kulturlotsen und Kulturausflug am Badischen Staatstheater Karlsruhe

2015-03-18 karlsruheDas Projekt KULTURLOTSEN wurde im Jahre 2011 in zeitlichem Zusammenhang mit der Gründung des JUNGEN STAATSTHEATERS ins Leben gerufen. Von Anbeginn waren die THEATERFREUNDE mit im Boot und unterstützen seither das Projekt ideell und finanziell. Die ersten LOTSEN waren Theaterfreundinnen und Theaterfreunde, die sich bereit erklärt haben Kulturlotsen zu werden.
Inzwischen vermitteln 60 kulturbegeisterte Ehrenamtliche 6- bis 12- Jährigen Kultur.
Die Tandems werden umfangreich betreut, die Teilnahme ist für alle kostenfrei. Spielerisch werden ungeahnte Blickwinkel und neue Kommunikationsformen zwischen den Generationen entdeckt. Die Kinder und Jugendlichen profitieren von der Lebenserfahrung ihrer Lotsen. Diese wiederum lernen neue Sichtweisen bei Gesprächen und gemeinsamen Theaterbesuchen.
Mit Kindern Kultur zu erleben braucht Zeit und einen besonderen Zugang.
Seit Jahresbeginn begleiten die THEATERFREUNDE auch das neue Projekt KULTURAUSFLUG.
Dadurch wird älteren Menschen , die sonst die Veranstaltungen des Theaters nicht besuchen könnten, die Teilnahme am Theaterleben ermöglicht. Besondere Zielgruppe sind sozial isoliert lebende Menschen in unserer Stadt.  Die ersten „ Paare „ haben schon besondere Theaterabende gemeinsam erlebt.

Ergebnisse der Karlsruher Mitgliederbefragung

karlsruhe-mgv14 001Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters Karlsruhe stellte die Stv. Vorsitzende Katrin Lorbeer die Ergebnisse einer von ihr initiierten Mitgliederbefragung vor. Von den rund 1.700 Mitgliedern der Gesellschaft hatten sich 139 an der Evaluation beteiligt und einen Fragebogen ausgefüllt. Aus den Antworten lassen sich wertvolle Informationen über die Zusammensetzung der Gesellschaft, ihre Wünsche, aber auch Kritikpunkte ablesen. Hoch erfreulich ist zum Beispiel, dass die Karlsruher Mitglieder überaus fleißige und hochinteressierte Theatergänger sind, die gerne profundes Hintergrundwissen über den Spielplan und die Inszenierungen vermittelt bekommen möchten. Obwohl es bereits sehr viele Angebote und Möglichkeiten zu Probenbesuchen gibt, steht sogar noch ein Ausbau der Programme und der Reisen auf der Wunschliste. Doch die Evaluation verdeutlicht auch die zu erledigenden Aufgaben für die Zukunft: Der hohe Altersdurchschnitt macht eine verstärkte Mitgliederwerbung und die Bewerbung der Geschenkmitgliedschaft unabdinglich.

 

Mehr Infos zur Mitgliederbefragung ab Dezember auf: www.theaterfreundekarlsruhe.de

(Foto: Schriftführerin Ute Bühler, Stv. Vorsitzende Katrin Lorbeer,

1. Vorsitzender Dr. Bernd Krüger, Schatzmeister Volker Kramer)  

Beifall für FAUST-Preisträgerin Bruna Andrade

andradeDie Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters Karlsruhe ist stolz auf die Erste Solistin des Staatsballetts: Bruna Andrade ist in Hamburg mit dem "FAUST", dem deutschen Theater-Oscar, als beste 'Darstellerin Tanz' ausgezeichnet worden. Als Dankeschön für ihre überregional gefeierten Leistungen überreichte ihr Dr. Bernd Krüger, der 1. Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde, ein Präsent und gratulierte herzlich.

DIE MEISTERSINGER in Karlsruhe

meistersinger-karlsruheAuf dem Karlsruher Opernspielplan steht in jeder Spielzeit eine Neuinszenierung einer Oper von Richard Wagner. In dieser Spielzeit DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG in der Regie von Tobias Kratzer, in Karlsruhe schon bekannt durch seine beeindruckende WALLENBERG- Arbeit, eine Oper von Erkki-Sven Tüür.
Zur Einstimmung auf die zu erwartende Inszenierung luden die Theaterfreunde am 1. April zu einem Gespräch mit dem Regieteam in das STUDIO des Badischen Staatstheaters ein.

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Das Badische Staatstheater Karlsruhe - eine Kulturmarke

logo-badisches-staatstheaterBereits im 18. Jahrhundert als herzogliches Hoftheater erwähnt, umfasst das STAATSTHEATER KARLSRUHE die Sparten OPER und KONZERT mit der BADISCHEN STAATSKAPELLE, einem der weltweit ältesten Orchester, sowie das STAATSBALLETT, das SCHAUSPIEL und das JUNGE STAATSTHEATER. Sein Renommee zieht auch Besucher von der anderen Rheinseite, aus der Südpfalz und aus Frankreich an. Überregionale Strahlkraft haben die alljährlich im Frühjahr stattfindenden HÄNDEL-FESTSPIELE und stets im Mai DER BALL, Baden-Württembergs größter Theaterball. Mit dem JUNGEN STAATSTHEATER und der Sparte VOLKSTHEATER öffnet sich das Haus erfolgreich neuen Besuchergruppen. Alle zwei Jahre, wie auch 2014, ist das STAATSTHEATER KARLSRUHE einer der Ausrichter für die EUROPÄISCHEN KULTURTAGE und seit Juni 2013 findet hier das Festival für junge Europäische Regisseure, PREMIÈRES, jährlich im Wechsel mit Straßburg statt. Zuletzt wurde das STAATSTHEATER für das beste Opern- und das beste Konzertprogramm Deutschlands ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2011/12 leitet Peter Spuhler als Generalintendant die Geschicke des Hauses.

Seit 2013 ist das BADISCHE STAATSTHEATER KARLSRUHE auch unter den Kulturmarken präsent:

http://www.kulturmarken.de/sponsoringangebote/baden-wuerttemberg/2104-badisches-staatstheater-karlsruhe

Karlsruhe - Ein großer Tag für die Kultur

Ärmel hochkrempeln: ES GEHT LOS!

ansichten staatstheater 5In einer öffentlichen Sitzung hat der Karlsruher Gemeinderat am 21.1. ohne Gegenstimme bei nur drei Enthaltungen einer Generalsanierung und Erweiterung des STAATSTHEATERS KARLSRUHE mit einem Kostenvolumen von 125 Millionen Euro zugestimmt. Diese Kosten werden je hälftig vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe getragen und der künftigen Baupreisentwicklung angepasst.

Ein Architektenwettbewerb kann nun zeitnah ausgeschrieben werden. Erster Bauabschnitt wird der Neubau eines Schauspielhauses mit integriertem JUNGEM STAATSTHEATER sein. In den direkt anschließenden Abschnitten werden neue musikalische Probenräume und Werkstatträume verwirklicht. Als letzter Bauabschnitt erfolgt die Sanierung des Bestandsgebäudes.

 

Von Seiten des STAATSTHEATERS begleitet Ivica Fulir als Technischer Direktor Generalsanierung & Neubau die Bauphasen.

„Ich bin sehr glücklich über den starken Rückhalt durch den Karlsruher Gemeinderat“, so Generalintendant Peter Spuhler in direktem Anschluss an die Abstimmung. OB Frank Mentrup bat Spuhler das deutliche Zeichen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des STAATSTHEATERS zu übermitteln.

www.staatstheater.karlsruhe.de 

Neue Mitgliedsbeiträge in Karlsruhe

Neues von den Freunden des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe


karlsruheAm 4.Oktober 2013 fand im Mittleren Foyer und anschließend im Kleinen Haus die Jahreshauptversammlung der Theaterfreunde statt. Die Versammlung beschäftigte sich nach den üblichen Vereinsformularien, wie Kassenbericht und Entlastung des Vorstandes, vor allem mit der vom Vorstand vorgeschlagenen Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Nach ausführlicher Darlegung der Gründe durch den Vorstand kam es zu einer lebhaften Aussprache. Nur wenige Mitglieder fanden die Erhöhung als unangemessen, die meisten Diskussionsredner fanden diesen Schritt als längst überfällig und angesichts dessen was den Mitglieder geboten wird auch angemessen.
Die anschließende Abstimmung ergab ein durchaus überraschendes Ergebnis: nur 4 Gegenstimmen und 7 Enthaltungen. Anwesend waren circa 400 Mitglieder.
So haben wir uns jetzt an das Beitragsniveau vergleichbarer Theater wie zum Beispiel das Nationaltheater Mannheim angeglichen, und wir können die künstlerische Arbeit unseres Theaters  besser unterstützen.
Im Anschluss an die Versammlung boten uns im fast voll besetzten Kleinen Haus  verschiedene Sparten des Theaters ein abwechslungsreiches künstlerisches Programm.

 

Das erste Gespräch der neuen Spielzeit mit Theaterschaffenden in der von den Theaterfreunden veranstaltenden Reihe TALK IM STUDIO brachte Einblicke in die tägliche harte Arbeit der Ballett Compagnie. Der stellvertretende Ballettdirektor Prof. Vladimir Klos und sechs Solisten des Badischen Staatsballetts führten an der Stange Aufwärmtraining und andere spezielle Trainingseinheiten mit Klavierbegleitung vor. Die detaillierten Erklärungen des ehemaligen Solotänzers des Stuttgarters Staatsballetts Prof. Klos wurden vom Publikum mit sehr großem Interesse aufgenommen. Mehrere Pas de deux beider Solo Paare rundeten den Abend ab. Die Moderation des Abends hatte der Vorsitzende der Theaterfreunde Dr. Bernd Krüger.
Am Ende wurde aus dem Publikum der Wunsch geäußert einen solchen Abend mindestens einmal im Jahr zu veranstalten.

Land der Ideen - das Staatstheater Karlsruhe macht mit

logo-badisches-staatstheaterMachen Sie uns zum Publikumssieger bei LAND DER IDEEN


Das Foyer des STAATSTHEATERS wird tagsüber zur Bibliothek, in der sich Studierende auf ihre Klausuren vorbereiten

Auch Sie finden diese Idee preisverdächtig?
Dann unterstützen Sie uns HIER mit Ihrer Stimme! Sie können täglich neu abstimmen!

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Neues aus Karlsruhe

karlsruheDie Eröffnung der Spielzeit 2013/14 wurde, wie in jedem Jahr, mit einem ganztägigen Theaterfest am 14. September begangen. Die Freunde des Staatstheaters Karlsruhe präsentierten sich mit einem großen Info Stand am Eingang zum Grossen Haus.

Viele Gespräche wurden geführt, Info Material ausgegeben und 15 neue Mitglieder spontan gewonnen. Es wird immer schwerer, neue Freunde zu gewinnen. In früheren Jahren konnten bis zu 40 neue Mitglieder beim Fest geworben werden.

Trotzdem können wir auf der kommenden Mitgliederversammlung einen weiteren Zuwachs auf nunmehr 1800 Mitglieder verkünden.

Der Vorstand sieht der Versammlung mit Spannung entgegen, da wir eine deutliche Beitragserhöhung vorschlagen werden. Das Programm der Theaterfreunde ist umfangreich, die Spendenbereitschaft sehr schlecht. Das eigentliche Anliegen unserer Gesellschaft - nämlich die Förderung der künstlerischen Arbeit des Hauses - kommt leider oft zu kurz. Dafür ist das Anspruchsdenken umso höher.

Neues von den Theaterfreunden des Staatstheaters Karlsruhe

karlsruheDie zweite Spielzeit der Intendanz Peter Spuhler nähert sich dem Ende. Bei der Spielplanvorstellung der kommenden Spielzeit exklusiv für die Theaterfreunde äußerte sich der Generalintendant zufrieden über die gestiegenen Besucherzahlen.

Im Focus stand die Ansprache eines jüngeren Publikums und der Ausbau des Sparte Junges Staatstheater.

Überrascht waren alle Beteiligten vom überwältigtem Erfolg der Weinberg Oper DIE PASSAGIERIN. Da Mannheim mit der Weinberg Oper DER IDIOT einen ebenfalls großen Erfolg feiert, planen die Freundeskreise der beiden Theater ihren Mitgliedern den gegenseitigen Besuch dieser Opern.

Nun erwarten wir mit Spannung die letzte Opernpremiere in dieser Spielzeit. PETER GRIMES von Benjamin Britten. Etwa 150 Theaterfreundinnen und Theaterfreunde haben am 3.7. eine Bühnenorchesterprobe besucht.

Zu unserer großen Freude entscheiden sich immer mehr Theaterbesucher zur Mitgliedschaft im Freundeskreis.

Zum Spielzeitabschluss ist der Sänger des Peter Grimes John Treleaven zu Gast in der Reihe GESPRÄCHE MIT THEATERSCHAFFENDEN der Theaterfreunde.

Die neue Spielzeit beginnen wir am 14.September 2013 mit einem großen Stand auf dem Theaterfest. Dabei werden immer neue Mitglieder geworben.

Zum 40-jährigen Bestehen der Theaterfreunde Karlsruhe

Mitgliederversammlung und Festakt zum 40-jährigen Bestehen

der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters Karlsruhe e.V.

 

Am 6. Oktober 2012 fand im Großen Haus des BADISCHEN STAATSTHEATERS die 40. Mitgliederversammlung der Theaterfreunde statt. Etwa 450 Theaterfreunde hatten sich, auch in Vorfreude auf das folgende Festprogramm, eingefunden – ein Besucherrekord!

 

... Der Vorsitzende Bernd Krüger nannte einige Höhepunkte in der vergangenen Spielzeit: - in der Reihe TALK IM STUDIO Besuch von Wolfgang Rihm (vor den Europäischen Kulturtagen) bei den Theaterfreunden; - die im Mai von den Theaterfreunden organisierte Jahrestagung von MUTHEA – Bundesvereinigung der deutschen Musik- und Theater-Fördervereine am Staatstheater, die bundesweit auf große Resonanz stieß; - Benefizkonzert mit der Bläserformation der Staatskapelle BASTA BRASS für das Junge Staatstheater mit 10.000€ Erlös als Anfangsfinanzierung für eine dritte Schauspielerstelle. ...

 

Generalintendant Peter Spuhler und Bürgermeister Wolfram Jäger sprachen die Grußworte. Das Schauspiel eröffnete mit einem Ausschnitt aus ALICE das Programm. Danach überreichte Bernd Krüger als Geschenk der Theaterfreunde zum 350. Geburtstag der Staatskapelle an Joachim Fleck, den Vorstand des Orchesters, einen neuen Kontrabass. Im anschließenden FORELLENQUINTETT wurde das neue Instrumente vorgestellt. Es folgte ein beeindruckender Festvortrag von Achim Thorwald, dem Intendanten bis 2011. Dann hieß es Bühne frei für das Ballett, das mit einem Pas de deux und der Choreografie TWO 4 ONE verzauberte. Nach der Pause erklangen drei Opernarien aus RHEINGOLD, TANNHÄUSER und CARMEN. Das Team der Theaterpädagogen des JUNGEN STAATSTHEATERS brachte das Publikum für einige Minuten in Schwung, bevor BASTA BRASS mit seinem musikalischen Beitrag und der eigens komponierten Hommage „g-d-f“ der Gesellschaft zum Geburtstag gratulierte. Nach dem insgesamt dreistündigen Programm stürmten die Zuschauer hungrig das Buffet und feierten im gut gefüllten Mittleren Foyer bis weit nach Mitternacht.

 

Ein besonderer Dank gilt Peter Spuhler und seinem Team, den Künstlern auf der Bühne sowie allen Beteiligten hinter der Bühne, die einen solch schönen und eindrucksvollen Abend ermöglicht und gestaltet haben. 

40-jähriges Jubiläum in Karlsruhe

FESTABEND - 40 JAHRE GESELLSCHAFT DER FREUNDE DES BADISCHEN STAATSTHEATERS KARLSRUHE

MUTHEA gratuliert herzlich zum Jahrestag. Am 6. Oktober um 20 Uhr findet im Großen Haus ein Festabend statt (Geschlossene Veranstaltung)!

Nach der Premiere ist vor der Premiere


Das Interview: Karlsruhes Generalintendant Peter Spuhler über seinen Start im Staatstheater, Qualitätssicherung und Intendantenmodelle
Stefan M. Dettlinger (MM) im Gespräch mit Peter Spuhler
Mannheimer Morgen, 19.07.2012

„Das System, das er in Heidelberg prägte, wurde bisweilen auch einfach Spuhler genannt. Spuhler - das heißt: überall sein, alles machen und ausprobieren, an allen Fronten für das Theater, seine Qualität und sein Renommee kämpfen. Seit einem Jahr ist Peter Spuhler nun Generalintendant des Badischen Staatstheaters - Grund für einen Austausch.
MM: Herr Spuhler, was macht Ihre Müdigkeit nach einem Jahr Kampf um neues Theater in Karlsruhe?
Peter Spuhler: Wir setzen sie produktiv um und bringen in unserer Reihe philosophischer Texte den Essay "Müdigkeitsgesellschaft" von Byung Chul Han auf die Bühne. Sonst: Nach der Premiere ist vor der Premiere.
MM: Müde scheinen Sie also nicht zu sein. In unserem letzten Interview vor Ihrem Weggang hatten Sie durchaus Befürchtungen in Bezug auf Karlsruhe als Beamtenstadt. Sind sie eingetroffen?
Spuhler: Das Karlsruher Publikum ist tatsächlich anders als das Heidelberger und das Tübinger, aber mitnichten weniger herzlich. Aufgrund einer umfassenden Besucherumfrage wissen wir: Wir sind ein echtes Volkstheater. Wir erreichen alle Schichten und sind kein Theater der Intellektuellen und Reichen. Das finde ich bemerkenswert. Wir haben aber durchaus ein Altersproblem der Zuschauer, vor allem im Konzertwesen. Durch das Fehlen eines Jungen Staatstheaters bis 2011 hat es über Jahrzehnte keine Aufbau- oder Verjüngungsarbeit gegeben. Es gibt kein Schülerabo! Da sind wir noch in einem Prozess des Kennenlernens.
MM: Inwiefern reden Sie als Generalintendant, der künstlerische und ökonomische Befugnisse hat, den Spartenleitern in ihr künstlerisches Konzept hinein?
Spuhler: Durchaus, wenn ich es für nötig halte. Wir haben eine Eigenart: Jedes Gastteam stellt den Spartenleitern und mir vor der Bauprobe das Konzept vor. Dann diskutieren wir gemeinsam. Spielplan und Künstlerengagements, vor allem für die festen Stellen, tätigen wir einvernehmlich. Ich beanspruche aber nicht, dass das das beste aller denkbaren Systeme ist. Es ist mein System. Die Spartenleiter reden aber auch viel untereinander. Der spartenübergreifende Austausch, der immer Ziel ist, aber in der Praxis oft zu kurz kommt, ist mir ein großes Anliegen.
MM: Ist das nicht normale Qualitätssicherung und überall so?
Spuhler: Nein, ich denke, eine Konzeptvorstellung noch vor der Bauprobe - also ein Termin, zu dem das Regieteam extra anreisen muss - gibt es eher selten. Das ist ein Versuch, sich frühzeitig zu verständigen, wohin die Reise geht - und damit auch, wenn Sie so wollen - Qualitätssicherung. Aber es ist keine Garantie für Erfolg. Es gibt dennoch missglückte Produktionen, aber auch die, über die man sich freut.
MM: Mannheim diskutiert gerade darüber, ob es vom Modell Generalintendanz weggeht und das sogenannte Stuttgarter Modell umsetzt. Ist das Modell wichtig, oder sind es die Personen?
Spuhler: Die Personen sind wichtig. Ich habe natürlich Ihr Pro und Contra gelesen. Das Spartenintendanten-Modell kann funktionieren, wenn es die richtige Personenkonstellation ist. Auf die kommt es an. Beide Modelle haben Vor- und auch Nachteile. Die Frage ist, will man die derzeitigen Akteure halten (dafür spricht einiges, ihre Verdienste, aber auch Theater der Welt und die Kulturhauptstadtbewerbung). Aber ich möchte mich ausdrücklich nicht in diese Mannheimer Angelegenheit einmischen - ungefragter Rat hat immer etwas Unangenehmes.
MM: Gefragt habe ich Sie ja. Aber egal: Wie sieht Ihre persönliche Bilanz nach einem Jahr Karlsruhe aus?
Spuhler: Wir haben viel Schönes erreicht, einiges ist aber auch total misslungen - da ist wirklich noch Luft nach oben. Aber: Wir haben weitgehend frische und vielfältige Inszenierungshandschriften gezeigt und arbeiten mit sehr starken Ensembles. Wir hatten einen Rekord bei den Händelfestspielen, tolle Europäische Kulturtage und ein bemerkenswertes Orchesterjubiläum. Übrigens: Zuschauer- und Abonnentenzahlen konnten wir ungefähr halten, wie es derzeit aussieht. Das ist doch etwas angesichts des Programms mit vielem Unbekannten.
MM: Zu viel und überall das Gleiche - so lautete der mittlerweile vielzitierte Tenor des Buchs "Kulturinfarkt". Dass man sich als Generalintendant darüber ärgert, ist klar. Aber denken Sie in Ihrem tiefsten Inneren manchmal: So ganz unrecht haben die ja nicht?
Spuhler: Da kann ich ganz klar und direkt antworten: Der Gedanke "so unrecht haben die ja nicht" ist mir noch keinen Moment gekommen. Mannheim - schauen Sie aufs Schauspiel oder die Oper - macht nun wirklich ganz andere Sachen als Karlsruhe oder Stuttgart, jedes Haus hat ein klares Profil. Selbst wenn diese drei Theater das Gleiche machen würden: Wo läge das Problem! Wir machen Theater für die Menschen unserer Region! Wer könnte problemlos 100 Kilometer ins Theater fahren? Reiche Erwachsene, die Zeit haben. Und was ist mit Kindern, Jugendlichen, Senioren, Geringverdienern, Vielbeschäftigten? Dürfen die nicht ins Theater gehen?"

© 2012 MUTHEA e.V.