MUTHEA e.V.

Bundesvereinigung deutscher Musik- und Theaterfördergesellschaften

Meldungen des Deutschen Bühnenvereins für die Homepage

Ulrich Khuon ist neuer Präsident des Deutschen Bühnenvereins

Außerordentliche Hauptversammlung des Bühnenvereins und Tagung der Intendantengruppe in Erfurt und Weimar

KÖLN/ERFURT, 24.01.2017, Pressemitteilung des Deutschen Bühnenvereins

ulrich-khuon c-arno-declairAuf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Theater Erfurt haben die Mitglieder des Deutschen Bühnenvereins einstimmig Ulrich Khuon für vier Jahre als neuen Präsidenten gewählt. Die vorgezogene Neuwahl fand statt, da die bisherige Bühnenvereins-Präsidentin Prof. Barbara Kisseler im Oktober 2016 verstorben war. Khuon ist Intendant des Deutschen Theaters in Berlin.

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Marc Grandmontagne - neuer Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins

Theater und Orchester erfüllen wichtige demokratische Funktion in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen

KÖLN, 11.01.2017, Pressemitteilung des Deutschen Bühnenvereins

marc-grandmontagneGrandmontagne hat sein Amt als Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins am 1. Januar 2017 angetreten. Der studierte Volljurist und Politikwissenschaftler ist Nachfolger von Rolf Bolwin, der nach 25 Jahren in den Ruhestand gegangen ist.

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Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft für UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes nominiert

 

KÖLN, 20.12.2016, Pressemitteilung des Deutschen Bühnenvereins

unesco-mDeutschland nominiert seine Theater- und Orchesterlandschaft für die internationale UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes. Das haben die Kultusministerkonferenz unter der Leitung der Bremer Bildungssenatorin Dr. Claudia Bogedan und die Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters jetzt bestätigt. Damit folgen sie der Empfehlung der Experten der Deutschen UNESCO-Kommission. Die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft zeichnet sich durch eine weltweit einmalige Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen aus, die im Schauspiel, Figurentheater, in Oper, Operette, Musical, Tanz, Konzert sowie in performativen Veranstaltungen verwirklicht wird.

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Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2016 - die Preisträger

faustAm 5. November wurde im Theater Freiburg zum 11. Mal der Deutsche Theaterpreis DER FAUST in Anwesenheit der baden-württembergischen Kunstministerin Theresia Bauer und dem Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, Dr. Dieter Salomon, verliehen. Durch die Veranstaltung führte der Schauspieler und Regisseur Milan Peschel.

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Bühnenverein trauert um seine Präsidentin Prof. Barbara Kisseler

dt buehnenvereinDer Deutsche Bühnenverein trauert um seine Präsidentin Prof. Barbara Kisseler, die am vergangenen Freitag verstorben ist. Seit Mai 2015 war sie Präsidentin des Deutschen Bühnenvereins und damit die erste Frau an der Spitze des Verbands.

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Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2016 - Preisverleihung in Freiburg

faustNominierte und Preis für Lebenswerk stehen fest

Am 05. November 2016 wird der Deutsche Theaterpreis DER FAUST zum elften Mal verliehen. In diesem Jahr findet die Vergabe im Theater Freiburg statt.
Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. DER FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt. Er wird in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und einem jährlich wechselnden Bundesland vergeben – in diesem Jahr ist es das Land Baden-Württemberg. Weiterer Kooperationspartner ist 2016 die Stadt Freiburg.

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50. Ausgabe der Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins

Stabile Zahlen und mehr Beschäftigte in der Spielzeit 2014/2015

Zum 50. Mal erscheint in diesem Jahr die Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins.

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Europäische Union muss stärker in die Künste investieren - eine Stellungnahme des Deutschen Bühnenvereins

logo-buehnenvereinDer Deutsche Bühnenverein fordert die Europäische Union auf, mehr politisches Engagement und Unterstützung in die Künste zu investieren. „In Zeiten, in denen viele an der EU zweifeln, ist es wichtig, sich auf die gemeinsame europäische Kultur zu besinnen", sagte der Direktor des Bühnenvereins, Rolf Bolwin, in einer Stellungnahme am 14. Juli 2016 in Köln. Es gehe in der EU eben nicht nur um Ökonomie, Flüchtlingspolitik und innere Sicherheit. Wichtig ist es, das ins Bewusstsein der EU-Bürger zu rücken, was den Kern der EU ausmache: die gemeinsam für richtig befundenen Ideale wie Frieden, Freiheit und Solidarität, die im künstlerischen Schaffen immer wieder aufs Neue belebt und zur Diskussion gestellt würden. Bolwin erinnerte in diesem Zusammenhang an den Satz, der dem französischen Unternehmer und einem der Gründungsväter der Europäischen Union, Jean Monnet, zugeschrieben wird: „Wenn ich noch einmal mit der europäischen Einigung beginnen müsste, dann würde ich mit der Kultur beginnen".

Große Skepsis äußerte Bolwin hinsichtlich des anstehenden Brexit. In Europa habe sich in den letzten Jahren ein intensiver Kulturaustausch entwickelt, den es fortzusetzen gelte. „Opernhäuser, Theater, Orchester, sie alle engagieren ohne große bürokratische Hindernisse Künstlerinnen und Künstler aus allen Ländern der EU und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur europäischen Integration", stellte Bolwin fest. Das wolle man auch mit Großbritannien fortsetzen. Durch den Brexit werde dieser Austausch aber erheblich gefährdet.

Rolf Bolwin ist zurzeit auch Präsident von PEARLE* - Live Performance Europe, der europäischen Arbeitgebervereinigung im Bereich der darstellenden Künste, die mehr als 7.000 Theater, Orchester, Festivals, Konzerthallen und ähnliche Unternehmen aus der EU vertritt.

Bau und Sanierung von Theatergebäuden und Konzerthallen

Eine Zusammenfassung der Podiumsdiskussion zum Abschluss der Jahreshauptversammlung 2016 des Deutschen Bühnenvereins in Kaiserslautern, Pressemitteilung vom 04.06.2016

logo-buehnenvereinAn der Podiumsdiskussion zum Thema „Der Bau und die Sanierung von Theatergebäuden und Konzerthallen" unter der Moderation von Reinhard Hübsch, Redakteur (SWR), nahmen Prof. Jörg Friedrich, Architekt und Dekan der Fakultät für Architektur und Landschaft der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, Dr. Birgit Meyer, Intendantin der Oper Köln, Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, und Peter Spuhler, Generalintendant des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, teil.

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10 Jahre Deutscher Theaterpreis DER FAUST - Verleihung in Saarbrücken

 Am 14. November 2015 feiert der Deutsche Theaterpreis DER FAUST sein zehnjähriges Bestehen. Jubiläumsfeier und Vergabe des Theaterpreises finden in diesem Jahr im Saarländischen Staatstheater Saarbrücken statt.
DER FAUST wurde 2006 als nationaler, undotierter Theaterpreis ausgelobt, um auf die Leistungskraft und kü̈nstlerische Ausstrahlung der deutschen Theater-Landschaft aufmerksam zu machen, die zu den bedeutendsten und größten der Welt gehört. Allein die staatlichen Bühnen bringen in Deutschland in jeder Spielzeit mehr als 5000 Inszenierungen heraus. Hinzu kommt die Vielzahl an Produktionen der privaten und freien Theater und Compagnien.
Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST wird in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und einem jährlich wechselnden Bundesland vergeben – in diesem Jahr ist es das Saarland. Finanziert wird die Veranstaltung vom Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, der Kulturstiftung der Länder und dem Deutschen Bühnenverein.

 Die Nominierten in den acht Kategorien:

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Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2014

imageAm 8. November wurde in der Hamburgischen Staatsoper der Deutsche Theaterpreis DER FAUST in Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, verliehen. Der Schauspieler Ulrich Matthes führte durch die Verleihung, künstlerisch begleitet wurde der Abend durch Beiträge der Philharmoniker Hamburg unter der Leitung der Generalmusikdirektorin Simone Young sowie des HAMBURG BALLETT - JOHN NEUMEIER und des Internationalen Opernstudios.

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Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2014 in Hamburg - Nominierte, Lebenswerk und Preis des Präsidenten stehen fest

deutscher-buehnenvereinAm 08. November 2014 wird der Deutsche Theaterpreis DER FAUST zum neunten Mal verliehen. In diesem Jahr findet die Vergabe in der Hamburgischen Staatsoper statt.

Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. DER FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt. Er wird in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und einem jährlich wechselnden Bundesland vergeben – in diesem Jahr ist es die Freie und Hansestadt Hamburg. Finanziert wird die Veranstaltung von der Freien und Hansestadt Hamburg, der Kulturstiftung der Länder und dem Deutschen Bühnenverein.

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Öffentliche Jahreskonferenz der Dramaturgischen Gesellschaft vom 23. bis 26. Januar 2014 in Mannheim

Leben, Kunst und Produktion: Wie wollen wir arbeiten?
Öffentliche Jahreskonferenz der Dramaturgischen Gesellschaft vom 23. bis 26. Januar 2014 in Mannheim
In Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater Mannheim und zeitraumexit

 dramaturgische-gesellschaft-logoUnter der Überschrift „Wie wollen wir arbeiten“ begibt sich die Dramaturgische Gesellschaft auf ihrer diesjährigen Jahreskonferenz auf die Suche nach heutigen, historischen und zukünftigen Formen künstlerischer Arbeitsmodelle. Dazu werden Experten aus Wissenschaft und Kunst aus dem In- und Ausland eingeladen um unter anderem in einem Open Space einen Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe stattfinden zu lassen. Im Mittelpunkt steht die selbstkritische Bestandsaufnahme einer gesamten Berufsgruppe. Wie arbeiten wir als Dramaturgen? Wie arbeiten vergleichbare Berufsgruppen? Welches Theater entsteht unter welchen Bedingungen? Sind nicht gerade wir Dramaturgen dafür verantwortlich, Chancen und Herausforderungen der Arbeitsstrukturen am Theater zu reflektieren und gegebenenfalls neu zu definieren?!

Die Dramaturgische Gesellschaft (dg), 1956 in Berlin gegründet, ist eine offene Plattform für den Austausch über die künstlerische Arbeit, die Weiterentwicklung von Ästhetiken, Produktionsweisen und nicht zuletzt über die gesellschaftliche Funktion des Theaters. Zu den etwa 600 aktiven Mitgliedern der dg zählen Theatermacher aus allen Genres und allen Organisationsformen des Theaters, egal ob Stadttheater oder freie Szene, sowie Verleger, Journalisten, Wissenschaftler und Studierende.

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Ergebnisse der Jahreshauptversammlung 2013 des Bühnenvereins in Kiel


deutscher-buehnenvereinZur Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins trafen sich am 24. und 25. Mai 2013 die Intendanten und Direktoren der deutschen Theater und Orchester und die zuständigen Kulturpolitiker in Kiel. Die rund 250 Teilnehmer diskutierten unter anderem über Theater und Orchester in Deutschland als immaterielles Weltkulturerbe, das Bildungsprogramm der Bundesregierung „Kultur macht stark“ sowie die finanziell angespannte Situation einzelner Theater- und Orchesterbetriebe. Der Bühnenverein wandte sich zudem in einer Resolution gegen die zunehmende Verdrängung der darstellenden Künstler in unzureichende Beschäftigungsverhältnisse. Er forderte eine Finanzausstattung der Theater, die angemessene Arbeitsbedingungen und eine ausreichende Bezahlung der darstellenden Künstler erlaubt. (Die Resolution finden Sie auf der Homepage als Download).

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk und von Wolfgang Röttgers, dem Kieler Stadtrat für Finanzen, Personal, Kultur und Ordnung.

 

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Theater zwischen künstlerischem Anspruch und praktischer Sozialarbeit“ statt. Das Ergebnis der Diskussion war, dass man einerseits Theater nicht mit sozialen Aufgaben überfrachten darf. Andererseits gibt es eine eigenständige Sozialarbeit der Theater. Diese löst soziale Spannungen auf und entwickelt dabei eine ganz eigene Form der Kunst.

 

Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk äußerte sich bei der Jahreshauptversammlung am 24. Mai 2013 zur Arbeit des Bühnenvereins und der Theater und Orchester. Die dazugehörige Presseerklärung finden Sie ebenso als Download auf der Homepage.

Deutsche Theaterlandschaft als UNESCO-Kulturerbe?

(www.nachtkritik.de)

23. Mai 2013. Der Deutsche Bühnenverein möchte sich dafür einsetzen, dass die Theater- und Orchesterlandschaft Deutschlands in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wird. "Es geht darum, den Ensemble- und Repertoirebetrieb zu erhalten und die Orchesterlandschaft mit ihren kontinuierlich arbeitenden Besetzungen zu schützen", so Rolf Bolwin, Direktor des Deutschen Bühnenvereins, gegenüber nachtkritik.de. Verschiedene Medien berichteten zuvor unter Berufung auf ein Interview mit Klaus Zehelein.

"Die Idee besteht im Bühnenverein schon länger", so Bolwin. Doch Deutschland habe erst vor Kurzem das entsprechende UNESCO-Übereinkommen für immaterielles Kulturerbe unterzeichnet. "Eine Aufnahme wäre zunächst ein kulturpolitisches Signal, das klar macht, dass Kommunen und Länder alles tun müssen, um die Kulturlandschaft so zu erhalten."

Über konkrete Auswirkungen oder Regelungen könne zwar noch nichts gesagt werden, "aber zum Beispiel bei Spartenschließungen, wovon der Tanz immer mehr bedroht ist, wird man sich Fragen stellen müssen. Den Kölner Dom als Weltkulturerbe kann man ja auch nicht einfach verfallen lassen." Auch gehe es darum, Kontinuität in den Arbeitsverhältnissen zu schützen und nicht nur projektweise mit selbstständigen Künstlern zu arbeiten, wie es in anderen europischen Ländern der Fall ist.

Eine endgültige Enscheidung über die Antragstellung wird bei der Jahreshauptversammlung des Bühnenvereins am Wochenende gefällt. Sollte eine Aufnahme erwirkt werden, so gilt noch abzuwarten, in welche der drei UNESCO-Listen des immateriellen Kulturerbes: So gibt es eine "Repräsentative Liste", eine "Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes" sowie ein "Register guter Praxisbeispiele".

 

 

Presseschau zum Vorschlag des Deutschen Bühnenvereins, die deutsche Theaterlandschaft von der UNESCO zum Kulturerbe erklären zu lassen

 

Voraussetzungen für die Aufnahme in die Unesco-Liste ist aus Sicht von Matthias Heine auf Welt-online (25.5.2013) "eine gewisse Musealisierung, ein künstlerischer Stillstand und eine Versiegelung gegenüber kulturellen Verunreinigungen durch die Gegenwart und die Zukunft". Also genau das Gegenteil jener Offenheit, Aktualität und globalen Vernetzung, die Heine zufolge gerade von den Mitgliedern des Bühnenvereins beschworen werden würden. Das Geschichte des deutschen Theaters sei aber "anders als die des japanischen Kabuki-Theaters oder des sizilianischen Puppentheaters, die beide auf der Liste stehen – längst nicht abgeschlossen. Aber einigen seiner Vertreter scheint der Schutz unter der Glasvitrine der Unesco-Konvention wichtiger zu sein als eine lebendige Entwicklung."

 

Die deutschen Theater werden mit dem Versuch des Deutschen Bühnenvereins, die deutsche Theaterlandschaft von der UNESCO zum Kulterbe erklären zu lassen, an diesem Wochenende einen großen Schritt Richtung Musealisierung unternehmen, schreibt Thomas Steinfeld in der Süddeutschen Zeitung(24.5.2013). Ein solches Ansinnen hat es Steinfeld zufolge zwar schon einmal, vor gut zehn Jahren gegeben, "als Antje Vollmer, damals Vizepräsidentin des Bundestags, im Namen der Grünen für die Aufnahme der 'deutschen Theaterlandschaft' in den Katalog der ewigen Dinge plädierte. Aus Steinfelds Sicht ist dieses Ansinnen nicht nur mit "kühnen kulturpolitischen Behauptungen" sondern auch handfesten Anmaßungen verbunden: Die erste dieser Behauptungen ist für Steinfeld die 'deutsche Theaterlandschaft' selbst: "Sie ist, in ihrem Reichtum und ihrer Vielgestalt, ein Vermächtnis der deutschen Kleinstaaterei und der langen Abwesenheit einer nationalen bürgerlichen Öffentlichkeit. Kann man ein solches Erbe unter Bestandsschutz stellen?" Die zweite Behauptung sei die Einzigartigkeit dieser Landschaft. Für Thomas Steinfeld unterstellt diese Behauptung nämlich, "dass es andere, mindere schützenswerte 'Theaterlandschaften' gebe." Die dritte und stärkste Behauptung aber sei der Anspruch auf Rettung. "Oder genauer: Was hat man sich unter der 'deutschen Theaterlandschaft' vorzustellen, die da geschützt werden soll?" Zur deutschen 'Theaterlandschaft' gehörten zwar Häuser und Bühnenmechaniken, Eintrittskarten und Garderobenständer in unvergleichlich großer Zahl: "Um die hundertfünfzig öffentliche Theater mit Vollbetrieb gibt es in Deutschland, ungefähr genauso viele Spielstätten ohne festes Ensemble, und es kommen mindestens dreihundert private Theater hinzu." Nichts von alledem jedoch ergibt für Steinfeld eine 'Landschaft'. So erkennt er in der Initiative des Bühnenvereins zwar einen Versuch der Notwehr gegen die strukturellen und ökonomischen Bedrohungen deutscher Stadt- und Staatstheater, aber auch "ein erhebliches Maß an bürokratischer Borniertheit".

 

Buehnenverein: Machbarkeitsstudie zu Opernfusion Köln/Bonn überflüssig

deutscher-buehnenvereinFür völlig überflüssig hält der Deutsche Bühnenverein eine Machbarkeitsstudie zu einer Opernfusion der Städte Köln/Bonn. „Es ist nicht die Frage, ob und wie es geht, sondern welche Auswirkungen es für die beiden Städte und ihre Theater hat", sagte der Direktor des Bühnenvereins Rolf Bolwin heute in Köln. Der Bühnenverein habe bereits mehrere Theaterfusionen begleitet und berechnet, und wisse, was es heißt, zwei Theater zu fusionieren: Massiver Personalabbau, dessen Kostenersparnisse durch die Lohnerhöhungen des  öffentlichen Dienstes zugunsten der verbleibenden Mitarbeiter in kürzester Zeit wieder aufgefressen werden. Keines der bisher  fusionierten Theater oder Orchester sei heute in einer stabilen Finanzlage. Wenn man durch eine Opernfusion Geld einsparen wolle, so gehe das im Übrigen kurzfristig gar nicht, weil der Personalabbau nur langsam erfolgen könne. Für eine Fusion bedürfe es der Beteiligung der Arbeitnehmerseite, also von Personalräten und Gewerkschaften. Diese stimmten einer Fusion aber regelmäßig nur zu, wenn garantiert sei, dass niemand entlassen wird. Zudem müsse man in Köln und Bonn zunächst die Fusion der Opern mit den Schauspielhäusern beider Städte auflösen, wodurch erhebliche Synergieeffekte verloren gingen.

 

Ernsthaft sparen können Theater nur im Personalbereich. Das zeige die Erfahrung der letzten 20 Jahre. Heute kommen die Theater und Orchester mit jährlich 350 Millionen Euro weniger aus, weil die Konsolidierungsmaßnahmen des Bühnenvereins und seiner
Mitgliedsunternehmen es erlaubten, das Kulturangebot mit über 6500 Mitarbeitern weniger aufrecht zu erhalten. Daran seien auch die
Opernhäuser in Köln und Bonn beteiligt. Insbesondere das Theater in Bonn habe in den letzten 10 Jahren einen erheblichen Aderlass hinter sich, mit circa 14 Millionen Euro Zuschussreduzierung bei Verlust von rund 200 Mitarbeitern. „Wer jetzt noch einmal durch eine Fusion der Opern in Köln und Bonn 10 Millionen Euro sparen will, muss bis zu 200 weitere Mitarbeiter entlassen", sagte Bolwin. Das sei beispielsweise ohne die Auflösung eines Opernchors nicht möglich. Auch die Größe der Orchester stehe in Frage.

 

Um das alles vorgerechnet zu bekommen, könne man den Verwaltungsdirektor bzw. den kaufmännischen Geschäftsführer der beiden Opernhäuser und den Bühnenverein fragen. Eine Machbarkeitsstudie brauche man dafür nicht, schon gar nicht von drei verdienten Mitarbeitern des Musikgeschäfts, die an keiner der Theaterfusionen der letzten Jahre beteiligt waren. Die Machbarkeitsstudie wurde gestern von den Oberbürgermeistern der Städte Köln und Bonn in Auftrag gegeben.

Theaterstatistik 2009/2010 des Bühnenvereins erschienen

Stabile Lage bei den Theatern und Orchestern

 

logo-buehnenvereinDie wirtschaftlichen Rahmendaten der Theater und Orchester sind in der Spielzeit 2009/2010 im Wesentlichen stabil geblieben. Die soeben erschienene Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins zeigt, dass Theater und Orchester mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln umsichtig haushalten und dabei weiterhin ein umfangreiches Programm bieten. Die Ausgaben der Theater erhöhten sich insgesamt um ca. 2,2 Prozent. Da die öffentlichen Zuschüsse nur um 1,6 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro gestiegen sind, mussten die Theater die Kostensteigerungen selbst auffangen. Sie steigerten ihre Eigeneinnahmen um rund 2,3 Prozent auf ca. 484 Millionen Euro. „Die Erhöhung der öffentlichen Zuschüsse hat noch nicht mal die erhöhten Personalausgaben gedeckt. Dies ist ein Problem, dass wir zusammen mit den Trägern langfristig lösen müssen", so Rolf Bolwin, Direktor des Bühnenvereins, heute in Köln.  Durch die insgesamt höheren Ausgaben ist das Einspielergebnis leicht um 3 Prozent auf 18,2 Prozent des Gesamtbudgets gesunken. Insgesamt standen den öffentlich getragenen Theatern und Orchestern einschließlich Eigen- und Finanzierungseinnahmen 2,72 Milliarden Euro zur Verfügung (im Vorjahr 2,66 Milliarden).

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Was wird aus der Bonbonniere?

Kurt TudykaKurz vor Ende der Spielzeit 2010/11 war plötzlich das Theater Bonn allen Feuilletons einen Bericht wert. Leider nicht wegen der aufsehenerregenden Inszenierung eines Stücks sondern einer Person. Generalintendant Klaus Weise hatte die Öffentlichkeit wissen lassen, dass er nach 2013 „nicht mehr zur Verfügung" stehe. Er begründete seine Ankündigung mit den geplanten Kürzungen des Theateretats ab der Spielzeit 2013/14 und erschien somit überregional als wahrhafter Künstler, der Bonn zurief: „Ich kündige, Ihr Banausen" (FAZ). Damit war er geschickt der Verwaltung und dem Rat der Stadt zuvorgekommen, die ihm noch gar nicht angeboten hatten, über 2013 hinaus, wenn sein Vertrag endet, Generalintendant des Zweispartenhauses zu bleiben. Insider hatten schon vorher berichtet, dass mit oder ohne Sparauflagen der Vertrag von Weise, der seit 2003 in Bonn arbeitet, nicht noch einmal um fünf Jahre verlängert würde. Kurz zuvor war durch eine Indiskretion bekannt geworden, dass Klaus Weise ein Jahresgehalt von 320.000 € bezieht, was für viele Bonner des Guten nun zu viel wurde, die ihm schon seine häufigen Inszenierungen am eigenen und an fremden Häusern verargten. Ein öffentliches Bedauern war nicht zu vernehmen und für Nachrufe war es noch zu früh.

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Bonner Theater in Gefahr

theater-bonnDer Deutsche Bühnenverein warnt vor bedrohlichen Einschnitten bei den privaten und freien Bonner Theatern. In den letzten Tagen hat das Kulturamt der Stadt Bonn diesen Theatern die drohenden, zum Teil erheblichen Kürzungen der Zuschüsse für die Haushaltsjahre 2011 und 2012 mitgeteilt. „Eine Kulturpolitik, die Theater vor allem unter Einsparungsaspekten sieht, verkennt die Bedeutung solcher Betriebe für das Leben einer Stadt“, sagte heute der Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin, in Köln. Er verwies darauf, dass Städte wie Frankfurt, Hamburg, München und Berlin zunehmend auf die Kultur setzen, um ihre Stadt zu profilieren. Der neue Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg formulierte in seiner Regierungserklärung: „Wir werden künftig jährlich nicht weniger, sondern mehr für die Kultur ausgeben“. Hier zeige sich, dass die Stadt Bonn mit ihrer Kürzungspolitik auf einem Weg sei, mit dem sie den Anschluss an die wichtigen Städte der Bundesrepublik Deutschland zu verlieren drohe.

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Bühnenverein fordert Beendigung der Berliner Orchesterstreiks

{tortags,83,1}Der Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin, fordert die Musikergewerkschaft DOV auf, die Streiks der Berliner Orchester sofort zu beenden. Die Streiks sind völlig  unverhältnismäßig, sie schaden massiv dem Ansehen der Opernhäuser und Orchester. Immerhin liegt von Arbeitgeberseite ein Angebot über eine Lohnerhöhung von 4,46 Prozent zuzüglich 65 Euro monatlich auf dem Tisch. „Es ist lächerlich, ein solches Angebot abzulehnen, um der mit der Lohnerhöhung verbundenen Verpflichtung der Musiker zu entgehen, im Rahmen ihrer Arbeitszeit in allen Berliner Orchestern  kostenlos auszuhelfen“, so Bolwin. Diese Aushilfsverpflichtung sei nach dem neuen TVK in ganz Deutschland selbst für Orchester selbstverständlich, deren Musiker weit weniger verdienen als die Musiker der Berliner Orchester. „Die Orchestermusiker vergraulen das Publikum und sägen so an dem Ast, auf dem sie sitzen“, sagte Bolwin, der für die Opernstiftung und das Land Berlin auf Arbeitgeberseite die Verhandlungen führt.

 

Neue Internetseite des Deutschen Bühnenvereins

Der Deutsche Bühnenverein hat seine Website überarbeitet. www.buehnenverein.de wartet nun in frischem Design und mit aktuellen Informationen auf Ihren Besuch. In der Hauptnavigation finden Sie im Wesentlichen folgende Informationen samt Downloadmöglichkeiten und weiterführenden Links:

Deutscher Bühnenverein: Hier können Sie sich über Ziele, Aufgaben und Organisationsstrukturen des Bühnenvereins informieren.

Theater- und Orchesterlandschaft: Hier geben wir Ihnen Einblicke in die Vielfalt der Theater- und Orchesterlandschaft in Deutschland. Zudem finden Sie eine Liste mit den Adressen der Theater und Orchester.

dt_buehnenvereinPublikationen und Statistiken: Hier stellen wir unsere Publikationen und Statistiken und unsere Kulturpolitischen Positionen vor. Auch den Newsletter können Sie in diesem Bereich abonnieren.

Presse: Hier finden Sie Pressemeldungen, Pressemappen sowie Pressefotos. Der ‚Presseblick‘ informiert über interessante kulturpolitische Artikel oder Interviews von Vorstand und Präsidium. Sie können unsere Pressemitteilungen auch als RSS-Feed oder über Twitter abonnieren.

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