MUTHEA e.V.

Bundesvereinigung deutscher Musik- und Theaterfördergesellschaften

Kassel

Veränderungen in Kassel

Am 12.02.2017 hat in der Jahreshauptversammlung der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. der langjährige Vorsitzende Hans-Dieter Müller aus Altersgründen nicht mehr zur Wiederwahl kandidiert.

striegel-muellerHans-Dieter Müller gehörte 20 Jahre dem Vorstand der Fördergesellschaft an, davon 16 Jahre als Vorsitzender. Er hat sich in dieser Zeit große Verdienste um den Verein und das Staatstheater erworben. Insbesondere hat er der Jugendförderung einen besonderen Stellenwert eingeräumt, die heute zu den wesentlichen Aufgaben der Vereinsarbeit zählt. Er war aber auch ein engagierter Spendensammler zum Wohl des Theaters. Durch seinen herausragenden Einsatz wurde unter anderem das Opernstudio begründet, die Tanzprävention gefördert und die Neu-Bestuhlung des Theaters verwirklicht.

Neben dem Oberbürgermeister und dem Intendanten hat auch Jürgen Bandte, Mitglied der Fördergesellschaft und Vorstandsmitglied von Muthea e.V., seine Anerkennung zum Ausdruck gebracht.

Für seine großen Verdienste wurde Hans-Dieter Müller zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

Die Mitgliederversammlung hat Herrn Rechtsanwalt Bernhard Striegel zum neuen Vorsitzenden der Fördergesellschaft gewählt.

Der Vorstand setzt sich nun der Wahl wie folgt zusammen: Ingo Buchholz, Monika Gerke-Heine, Bertram Hilgen (Oberbürgermeister), Dr. Walter Lübcke (Regierungspräsident), Oliver Morgenthal, Dr. Christiana Nobach, Lothar Röse, Dr. Jürgen Spalckhaver, Bernhard Striegel (Vorsitzender).

Auch die lokale Presse hat das aufgegriffen. Mit freundlicher Genehmigung der Zeitung lesen Sie hier den Artikel in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) den Beitrag.

Nachwuchspreis der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V.

Am 20.06.2016 wurde in der von der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. initiierten und moderierten Veranstaltung „Resonanzboden“ bereits zum zwölften Mal der Nachwuchspreis der Fördergesellschaft vergeben.
kasselAusgezeichnet wurde aus der Opernsparte der Sänger Hansung Yoo. Der in Südkorea geborene Bariton gehört seit der Spielzeit 2013/14 dem Ensemble des Staatstheater Kassel an und begeistert seither in vielen Rollen, zuletzt als Fritz/Pierrot in dem herausragenden Opernabend „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold.
Aus der Sparte Tanz wurde die in Litauen geborene Tänzerin Gotaute Kalmataviciute ausgezeichnet, die in der Spielzeit 2014/15 noch als Gast am Staatstheater Kassel zu erleben war und seit der Spielzeit 2015/16 festes Mitglied des Ensembles ist. In der laufenden Spielzeit überzeugte sie insbesondere in den Produktionen „you will be removed“ von Johannes Wieland und „Erzengel“ von Maxine Doyle/Johannes Wieland.
In unregelmäßigen Abständen wird außerdem ein Sonderpreis vergeben, den im Jahr 2016 der Regisseur Philipp Rosendahl erhält. Der in Düsseldorf geborene Regisseur war noch bis in die Spielzeit 2015/16 als Regieassistent am Staatstheater Kassel tätig. Er inszenierte mit „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf einen absoluten Publikumsrenner und konnte darauf sein großes Talent erneut mit „Die Schutzbefohlenen“ von Elfriede Jelinek bestätigen. In der Spielzeit 2016/17 wird er als Hausregisseur am Staatstheater Kassel weiter arbeiten und u.a. „Die Räuber“ von Friedrich Schiller in einer Co-Regie mit Markus Dietz realisieren.

Einladung und Theaterball in Kassel

kasselDas Staatstheater Kassel ist zum ersten mal seit 1969 wieder zum Berliner Theatertreffen eingeladen worden. Die Schauspiel-Produktion „Tyrannis“ des Regisseurs Ersan Mondtag gehört 2016 zu den 10 bemerkenswertesten Stücken der deutschsprachigen Theaterlandschaft.

 

Am 14. November 2015 fand im Staatstheater Kassel der von der Fördergesellschaft veranstaltete Theaterball 2015 statt. Mit knapp 1000 überwiegend begeisterten Besuchern war er ein voller Erfolg in jeder Hinsicht.

Die Fördergesellschaft unterstützt das Staatstheater Kassel im Jahr 2016 mit insgesamt €65.500. Die Förderstruktur sieht wie folgt aus:
für das Musiktheater                          €21.000
für das Schauspiel                              €16.000
für das Tanztheater                            €17.000
für das Kinder- und Jugendtheater      €11.500

Das langjährige Vorstandsmitglied Heinrich Kube ist altersbedingt von seinem Amt zurückgetreten. Zu seiner Nachfolgerin im Vorstand wurde Frau Monika Gerke-Heine gewählt, nachdem sie bereits ein Jahr lang die Vorstandsarbeit begleitet hat.

Neues aus Kassel

kasselDie Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. hat an die Sopranistin Joanna Wydorska ein Jahresstipendium im Kasseler Opernstudio vergeben. Die Finanzierung wurde jeweils hälftig von der Kasseler Sparkasse und einem Mitglied der Fördergesellschaft ermöglicht.

In der von der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. durchgeführten Veranstaltungsreihe „Resonanzboden“ wurde am 29.06.2015 der seit 2005 von der Fördergesellschaft jährlich vergebene Nachwuchsförderpreis verliehen. Preisträger ist der 1985 geborene Schauspieler Artur Spannagel, der bereits in seiner ersten Spielzeit am Staatstheater Kassel in mehreren Inszenierungen deutliche Ausrufezeichen setzen konnte.

Die Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. trauert um ihr Ehrenmitglied und langjährigen Vorsitzenden Dr. Walter Giesler (09.05.1930 – 13.07.2015).
Herr Dr. Giesler  hat sich über Jahrzehnte engagiert für das Kasseler Staatstheater und die Fördergesellschaft eingesetzt. Er war 30 Jahre lang Mitglied des Vorstands, davon 12 Jahre als Vorsitzender. Unter seiner Führung hat sich die Fördergesellschaft einer breiten Bürgerschaft geöffnet und deren Anerkennung in der Gesellschaft und vor allem in der Politik vergrößert. Als es darum ging, den Status des Staatsorchesters als A-Orchester zu sichern, hat er wesentlich daran mitgewirkt. Über Jahrzehnte war er gefragter und geschätzter Gesprächspartner der Theaterleitung. Aufgrund seiner Fachkenntnisse, seines Durchsetzungsvermögens und seiner weit verzweigten Verbindungen in der Gesellschaft über die Stadt Kassel hinaus war er ein aktiver und erfolgreicher Streiter für die Belange des Staatstheaters Kassel. Er setzte sich stets für die Wahrung der kulturellen Vielfalt in der Region ein. Seine Zuverlässigkeit, seine Gradlinigkeit und nicht zuletzt sein Humor haben ihm hohe Anerkennung bei allen gebracht, mit denen er zu tun hatte. Die Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. verliert einen geschätzten Querdenker und liebenswerten Menschen, der viel für den Verein geleistet hat. Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen. Er wird uns fehlen.

Theaterball in Kassel ist ausverkauft

theaterball-kasselDer Theaterball im Staatstheater Kassel lockt alle zwei Jahre über 1000 Gäste an: In einer rauschenden Ballnacht präsentiert sich das Staatstheater phantasievoll in all seinen Facetten. Erstklassige Ensembles sorgen für musikalische Höhepunkte und Gastronomen der Region für kulinarische Genüsse. Die Fördergesellschaft setzt den Reinerlös des Balls wieder zur Förderung der Kunst am Staatstheater ein.
Der Theaterball am 16.11.2013 ist bereits ausverkauft. Nachdem die Sponsoren und die Mitglieder der Fördergesellschaft von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht hatten, waren noch 22 Plätze frei, die an Nicht-Mitglieder vergeben wurden, die auf der Warteliste notiert waren. Auf der Warteliste standen 80 Namen mit rund 200 Platzwünschen – es ist schade, dass sie nicht berücksichtigt werden konnten, aber aus feuerpolizeilichen Gründen dürfen nicht mehr als 950 Plätz verkauft werden.

Es hat sich gelohnt, wenn man Mitglied in der Fördergesellschaft ist.

Jugendarbeit der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V.

Auf Anregung eines Mitglieds hat die Fördergesellschaft Staatstheater Kassel beschlossen, durch eine finanzielle Unterstützung mehr junge Menschen schon früh für das Sprechtheater, das Musiktheater, den Tanz und das Konzert zu begeistern. Dadurch wird der Bildungsauftrag des Staatstheaters nach Kräften unterstützt.

 

Seit Herbst 2008 werden von der Theaterleitung vier zu fördernde Vorstellungen pro Monat vorgeschlagen, die alle Sparten des Hauses berücksichtigen. Es werden pro Vorstellung 40 Karten zum Preis von € 3,-- bei Oper, Operette, Musical Schauspiel, Tanz und Konzert und von € 2.--im Tif von uns angeboten. Die Differenz zum regulären Preis wird vom Staatstheater der Fördergesellschaft in Rechnung gestellt Das Theater erleidet somit keine Einbuße, die jungen Menschen können zu günstigen Preisen Eintrittskarten kaufen.

 

Das Programmangebot stößt auf große Resonanz. Immer mehr Schulklassen besuchen geschlossen geförderte, im Ausnahmefall auch nicht für eine Förderung vorgesehene Vorstellungen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Kurhessischen Besucherring hat sich bewährt und wird mit dessen Nachfolgeorganisation fortgesetzt. Die über diese Organisation verkauften Jugendkarten werden mit € 1,-- pro Karte vom Förderverein bezuschusst.


Insgesamt wurden seit 2008 mehr als 14.000 verbilligte Karten an junge Menschen verkauft und sie zu einem Besuch unseres Staatstheaters animiert.

2010, 2011, 2012 und 2013 veranstaltete das Staatstheater jeweils im Januar eine „Spielzeitrevue", die, moderiert durch Intendant Thomas Bockelmann, einen Querschnitt der aktuellen Arbeit des Theaters zeigte und zu deren Besuch Schülerinnen und Schüler von Schulen mit gymnasialer Oberstufe eingeladen wurden. Alle Veranstaltungen waren zum Eintrittspreis von € 1,-- ausverkauft. Darüber hinaus wurden jeweils neben den 40 von der Fördergesellschaft verlosten weitere 40 bis 50 vergünstigte Jugendabonnements (5 Vorstellungen) verkauft.

 

Besonders erfreulich ist, dass den Aufrufen des Vorstandes zu zweckgebundenen Spenden für diese Jugendförderung zahlreiche Firmen und Institutionen gefolgt sind. Auch ein Benefiz-Golfturnier der Dagmar und Matthias Krieger-Stiftung im Jahr 2012 erbrachte eine stolze Fördersumme. So konnte erreicht werden, dass die Kosten der Jugendförderung in Höhe von knapp 10.000,- pro Jahr durch externe Spenden gedeckt wurden und der normale Etat der Fördergesellschaft der Förderung der Kunst am Staatstheater ungeschmälert zur Verfügung stand.

Thomas Bockelmanns Intendanz in Kassel bis 2020 verlängert

Fest verankert

 

Kassel, 5. Februar 2013. Der zunächst bis 2015 befristete Vertrag des Intendanten des Staatstheaters Kassel, Thomas Bockelmann, wird bis August 2020 verlängert, das haben gestern die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, und Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen mitgeteilt.

 

Bockelmann, 1955 in Lüneburg geboren, leitet das Kassel Theater seit der Spielzeit 2004/2005. Zuvor war er acht Jahre lang Generalintendant die Städtischen Bühnen Münster, von 1994 bis 1996 Intendant der Landesbühne Niedersachsen Nord und davor von 1988 bis 1993 Intendant des Zimmertheater Tübingen.

 

Ministerin Kühne-Hörmann würdigt, dass es ihm von Beginn seiner Intendanz an gelungen sei, das Theater als wichtiges kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der documenta-Stadt zu etablieren. "Ambitionierte Spielpläne, in denen neben dem klassischen Repertoire zeitgenössisches Theater in all seinen Formen fest verankert ist, haben vor allem das langfristige Vertrauen des Publikums wachsen lassen. Inzwischen mehr als 10.000 Abonnenten und eine stetig steigende Platzauslastung sind dafür ein eindeutiger Beleg." Oberbürgermeister Hilgen erklärte: "Es ist Herrn Bockelmann überaus erfolgreich gelungen, das Haus nach innen zu motivieren und nach außen künstlerisch zu profilieren. Dabei setze er nicht nur auf das klassische Theaterpublikum. Die stetig steigende Zahl an jugendlichen Theaterbesuchern zeigt, dass das Thema kulturelle Bildung für Herrn Bockelmann ein besonderes Anliegen ist. Dass er dabei neben den Produktionen des Kinder- und Jugendtheaters im tif auch neue, innovative Wege gehe, zeigten die Produktionen mit der Kunsthalle Fridericianum und der Kunsthochschule, aber auch das Projekt mit Royston Maldoom, in dem 120 Jugendliche aus Kassel gemeinsam eine Tanzproduktion vorbereiten."

(sik)

Gegenseitige Nachlässe

fg-kasselDie Leiter der Theater Braunschweig, Bad Gandersheim (Domfestspiele), DT Göttingen, Kassel und Kreuzgang Konzerte Walkenried haben auf Initiative des Gandersheimer Direktors Klötzner eine sehr gute Idee entwickelt, nämlich: Die Mitglieder der Fördervereine der jeweils anderen Theater erhalten bei Vorlage ihres Mitgliedsausweises einen Nachlass von 10 %. Auch wenn die Vereinbarung noch nicht von allen unterschrieben ist, wollte ich Ihnen heute diese erfreuliche Neuigkeit nicht vorenthalten. Vielleicht schließen sich dieser Vereinbarung noch andere Häuser an. Das animiert durchaus, auch einmal ein Haus in der Nachbarschaft zu besuchen. Für das eigene Haus gibt es keinen Rabatt, weil man keinerlei Risiko hinsichtlich der Anerkennung der Gemeinnützigkeit der Fördervereine eingehen wollte.

Wirtschaftliche Auswirkungen des Theaters

staatstheater-kasselDie Universität Kassel hat eine Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Staatstheaters Kassel durchgeführt. Herr Gregor Zehrer, Student im Fachbereich Stadt- und Regionalentwicklung, trug die Ergebnisse seiner Untersuchung in einer Pressekonferenz vor. Er stellte (nicht ganz überraschend) fest, dass jeder von den Trägern in das Staatstheater pro Jahr investierte Euro sich lohnt und eine Wertschöpfung von 1,42 Euro erzeugt. Löhne, Gehälter, Gagen von Gastkünstlern und deren Steuer- und Konsumwirkung in der Region wurden dabei ebenso bewertet, wie die Ausgaben der Theaterbesucher aus nah und fern, sowohl z.B. in der Hotellerie, als auch in der Gastronomie und dem Einzelhandel.

 

 

 

 

 

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